Boy:
Darkest Visions
Boy sind eine relativ neue Band aus Brno (Tschechien) und veröffentlichen ihr Debut "Darkest Visions". Sänger Martino kennt man von den Mad Pigs und Drummer Vinca von Pipes And Pints. Und wo wir gerade beim Namedropping sind: produziert wurde die Platte von Turbonegro's Tommy Akerhodlt.
Damit haben wir auch schon die Band genannt, die einem beim Hören als erstes einfällt. Boy spielen zwar einen ähnlichen Death Punk wie die Norweger, klingen aber durchaus frisch und originell dabei. Auch Streetpunk-Bands wie The Bones oder Born To Lose könnten hier Pate gestanden haben, aber der Sound ist bei Boy insgesamt ein Quäntchen dicker, der Gesang etwas rotziger und die Atmosphäre ein wenig dunkler. Das wird auch durch das durchgehend in schwarz gehaltene Artwork unterstützt.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Uniform/Biker/Punk/SM-Look der Band. Wir haben es also mit einem Konzept zu tun. Ist aber im Gesamteindruck stimmig und die zehn Stücke halten, was das Auftreten versprechen. Völlig neu ist das alles freilig nicht und spätes beim "Woh-oh-oh-oh-oh" in "Stay Free" ist der Turbonegro-Einfluss nicht mehr zu igonieren. Macht aber nichts. Dafür wird es in "Stop Talking To Me" auch mal punkiger, wenn Ivar Nikolaisen von Silver beim Gesang mithilft. Fazit: mal rockiger ("Drop The Bomb", "Just A Number"), mal punkiger ("Stop Talking to me", "It Was The Alkohol"), leider auch mal etwas halbgar wie in "Fashion Police" aber insgesamt eine ordentliche Death Punk Platte mit viel frischem Wind.
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