Fake Idyll:
Genome of Terror
Freunde und Kenner der Musik durften (zum Glück) schnell merken, dass den ehemaligen (und inzwischen reunionten) Mitgliedern der Japanischen Kampfhörspiele schnell langweilig wurde und sie sich verschiedenen Bandprojekten und Experimenten widmeten. Nowak, Neumann und incredible Karther gelang es, unter dem Namen Fake Idyll, ein wirklich geiles und abgedrehtes Debutalbum zu schustern.
Nun, es hätte vielleicht gereicht, dieses dann auch so stehen zu lassen. Doch die fleißigen Metalheads setzten sich kurz nach der Veröffentlichung an ein nächstes Werk und es wurde direkt am Konzept gerüttelt. Das Zweitwerk trägt den Warnhinweis: NO VOCALS und so ist es auch. Auf Gastgesang wurde hier verzichtet.
Das Ergebnis ist extrem schräg und gewöhnungsbedürftig, es ist ein Flickenteppich aus Soundspielereien, Samples und Rhythmen. Wer sich darauf einlässt, wird ein 45 minütiges Abenteuer erleben. Die Musik tritt ohne Gesang sehr viel weiter in den Vordergrund und die experimentellen Facetten nehmen zu.
Genome of Terror ist rhythmisch und groovig, dennoch sollte man kein ruhiges Album erwarten, es geht nach wie vor stark nach vorne!
Besonders der "Country" Song PROZAC COUNTRY BLUES und DIY AI haben es mir angetan.
Aber Vorsicht! Hört es beim ersten Durchgang nicht während einer Autobahnfahrt. Durch die schrägen Wechsel in den Songs glaubt man hin und wieder, dass um einen herum Autos huben :)
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