Dearly Beloved:
Enduro
Dearly Beloved aus Toronto, mir bis dato kein Begriff. Ne Mischung aus Stoner, Noise und Punk - sag ich mal so. Dementsprechend basslastig kommt der Sound daher mit viel Wüstensand in der trockenen Kehle. Etwas flüssiger wäre mir trotzdem lieber - Dearly Beloved jagen und schrammeln sich zwar ganz artig durch die knappe halbe Stunde, aber so wirklich hängen bleiben will bei mir nix. Soll vielleicht auch gar nicht, analog zu Plattencover und -titel geht's hier schließlich um den endlosen Highway, da kann man ja nicht mal eben einfach so kurz ranfahren, da wird höchstens mal das Tempo gedrosselt und in die Plastikflasche gepisst. Aber bloß nicht in Fahrtrichtung, sonst landet alles auf dem Helmvisier und dann kommen so psychedelische Erfahrungen wie "Astor DuPont Payne" oder "All Sins Are Forgiven" bei raus.
Vollgas ist mir da schon lieber, wie beim vorletzten Stück "Run For Your Life", das knallt. Weitere Anspieltipps wären "Olympics of No Regard" oder "Seven Plagues", der Rest der Platte ist mir, um aufs Highway-Thema zurück zu kommen, zu viel "fahren um des Fahrens willen" und somit Spritverschwendung.
Und sonst? Ich sach' mal, was für Freunde von Kyuss und anderen Desert-Rock-Helden, gepaart mit 'ner Portion Jane's Addiction. Aber mit weiblichem Gesang. Empfehlen würde ich, die Platte bei voller Lautstärke zu hören, dann macht das auch ganz ordentlich Druck und lässt erahnen, dass das Live-Erlebnis eventuell die konservierten Aufnahmen um ein Vielfaches übersteigt. Dass "Dearly Beloved" sich eher als Liveband verstehen, lässt übrigens schon der Infotext erahnen - da wurde vor Aufnehmen des Albums mal eben ne 18monatige Tour absolviert. Krass.
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