Steakknife:
One Eyed Bomb
Die Saarländer um Sänger Lee Hollis haben tatsächlich acht(!) schlappe Jahre gebraucht, um ihr ingesamt fünftes Album aufzunehmen. Dafür klingt "One eyed Bomb" auch ziemlich fett und lässt den alten amerikanischen Hardcore-Sound mal wieder erfolgreich aufflammen.
Das alles klingt wirklich verdammt nach den guten alten Dead Kennedys, die stimmlichen Parallelen werden sogar im Promoblatt erwähnt. Es wechseln sich kurze, knackige Geschwindigkeitssalven mit einigen, eher wohl dosierten Mid-Tempo-Songs ab. Hollis Stimme gibt dem Ganzen den richtigen Drive und verleiht "One eyed bomb" die notwendige Prise Wut und Wahnsinn, den so ein Album durchaus braucht um nicht zu eintönig zu werden.
Je häufiger ich die Platte höre, umso mehr habe ich den Eindruck, ein unveröffentliches Dead Kennedys Werk vor mir zu haben. Was wohl Jello Biafra dazu sagen würde?
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