Graben:
s/t
Aus Mitgliedern von Eiltank, KSM40 und Obnoxious Class rekrutieren GRABEN ihre Besetzung. 16 Monate nach dem Demo und 15 Monate nach dem ersten Konzert folgt nun das selbstbetitelte Debut des Kölner Quintetts. Es gibt wütenden Metal Crust, wenn man es so nennen will. Zumindest die Wurzeln liegen im D-Beat bzw. Crust. Hinzugekommen sind Anleihen aus Metal, Hardcore, Grind - you name it. Es gibt überwiegend Uptempo-Nummern (dämonen, kartenhaus), schleppende Stücke (graben #1) und eher groovende Headbanger (böse, schuld). Für Abwechslung ist also gesorgt. Tatsächlich wird es nicht langweilig, was bei extremer Musik ja schon mal passieren kann. Graben halten immer im richtigen Moment eine Wendung oder eine schöne Melodie oder gar ein Klavier bereit. Großes Gänsehaut-Finale am Ende bei "gemeinsam untergehen"!
Der Sound ist wie die Musik düster, agressiv und dunkel. Zuweilen fühle ich mich dabei, was den Sound angeht, an die Distortion-Krasseure von Dismember erinnert. Die deutschen Texte versteht man fetzenweise und wer die ganze Botschaft von Wut, Verzweiflung und Demaskierung kennen lernen möchte, für den sind die Texte im Innersleve der LP abgedruckt. Sehr gelungenes Debut, das es lohnt mehrmals mit Hingabe zu hören, da man in all der Raserei immer wieder kleine Feinheiten entdecken kann.
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