Cataya:
Sukzession
Hätte mir jemand vor drei Jahren gesagt, dass ich mir mal freiwillig zehnminütige Instrumentalstücke anhöre, ich hätte wahrscheinlich laut gelacht und denjenigen für bekloppt erklärt. Nun sitze ich hier mit "Sukzession" von CATAYA. Fünfundvierzig Minuten Spielzeit verteilt auf vier Songs, eine Zahlenkombination bei der ich eigentlich schreiend weglaufen möchte. Stattdessen läuft das Album jetzt zum wiederholten Male und ich stelle fest: es gefällt mir. Das sechsköpfige Musikerkollektiv mit Wurzeln in Deutschland, Belgien und Spanien baut hier aus atmosphärisch dichten Synthie-Sounds, Bass, Schlagzeug und Gitarren eine spannende Klangcollage mit viel Dynamik in den einzelnen Songs, die sich wie kleine Wellen immer wieder langsam aufbauen und den Zuhörer letztendlich wie ein riesiger Kaventsmann überrollen. Vielleicht nicht die passende Musik zur Untermalung der nächsten Party, wer aber für eine Dreiviertelstunde die Augen schließen und dem Eskapismus frönen möchte liegt hier richtig.
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