The Thermals:
We Disappear
"The Thermals sind eine US-amerikanische Indieband", so fängt der Wikipedia-Artikel über "The Thermals" an. Normalerweise sollte man gleich kotzen und eine andere Rezension schreiben, aber "The Thermals" sind tatsächlich einige der wenigen Bands des unglaublich nichtssagenden Indiesammelbeckens, die mir saugut gefallen und zwar schon durchgehend seit mehreren Alben. Den möglichen Grund liefert der Wikipedia-Artikel bereits im nächsten Satz: "Ihr Stil wird oft mit Guided by Voices verglichen, und auch die Ramones werden auf Grund der kurzen, simplen und dabei sehr eingängigen Songs als Bezugspunkt genannt." So ist es, zielführender könnte ich den Stil der Band nicht beschreiben. "If We Don't Die Today" ist beispielsweise ein richtig hymnischer Gänsehaut-Song mit eingängigem und doch brutal simplem Gitarrenriff. Das schleppende "The Great Dying" endet mit einem schier ohrenzerfetzenden Krachinferno.
Also: Lasst euch, liebe Bierschinkenleser, bitte nicht von vornherein von der "Indie"-Etikette abschrecken. "We Disappear" ist ein schön lärmiges Punk/Noise-Brett, das locker mit den alten Glanztaten der Thermals mithalten kann.
Übrigens: In den zehn Songtiteln kommt genau elfmal der Buchstabe "y" vor.
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