Shellycoat:
Neonsomnia
An Shellycoat wollte ich mich zunächst gar nicht heranwagen, dachte ich doch, es würde sich hier um eine Band handeln, die irgendwie auch auf dieser Emo-/Hardcore-Schiene im Fahrwasser von Bands wie Turbostaat, Love A und Adam Angst fährt. Diese Musik finde ich ja bekanntlich zum Kotzen und da ich ja irgendwie der einzige in der Redaktion bin, der das so sieht, dachte ich so, dass das ja mal wer anders übernehmen könnte. Aber, ach, wie weit habe ich doch mal wieder daneben gehauen!
Shellycoat machen richtig schönen melodischen Hardcore, der sich mehr in Richtung Kalifornien, Boston und New York orientiert, als nach irgendwelchen Käffern im Norden Deutschlands. Witzig, dass die Band aus einem ebensolchem Kaff im Norden kommt, also aus Hamburg. Aber lassen wir den Quatsch und kommen wieder auf die Platte zurück.
Hier möchte ich nämlich noch unbedingt auf das Hörvergnügen eingehen, das angenehm mit den energiegeladenen Female Vocals von Sängerin Karen (nein, nicht Shelly) versüßt wird. Die machen die Scheibe zwar insgesamt etwas poppiger, sorgen dafür aber auch für Eingängigkeit und haben auch ordentlich Kick.
Fazit: Schön was Melodisches aus dem rauen Norden. Die weibliche Stimme der Band ist dabei eine wahre Wohltat für die Ohren.
Anspieltipps: Down And Out, Serious Meters
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