Anti-Flag:
Live & Acoustic In Vienna
Irgendwie schade,
Anti-Flag gehören zu meinen absoluten Favoriten. Umso schwerer fällt es mir zu sagen, dass ich von der Platte sehr enttäuscht bin. Es war klar, dass die Songs, die bei den zahlreichen Promoterminen der letzten Jahre schon häufig als Akustikversion gespielt wurden, auch mal in irgendeiner Form veröffentlicht werden. Vermutlich hat man sich in einem Studio samt Presse getroffen, weitere Karten online für ganz echte Fans verlost und dann mal schnell routiniert vor- bzw. eingespielt. Live kann das bestimmt schön sein, aber auf Platte kommt da nichts rüber. Ein ganz müder Zock. Tiefpunkt ist das uninspirierte "the KKK took my Baby away". "Brandenburg Gate" und "Turncoat" können da schon eher überzeugen, wirkten ja schon immer, als wären sie auch für die Akustik-Gitarre geschrieben worden. Aber alles sehr uninspiriert, und wahrscheinlich dem Wahn geschuldet, dass Bands heutzutage immer präsent sein müssen. Auszeiten und kreative Pausen sind heute eben finanziell nicht mehr drin. Bei dieser Akustikplatte geht auf jeden Fall das Lagerfeuer aus. Wer will kann vielleicht mal einen Song auf einem Mixtape unterbringen. Der Erlös geht komplett an Amnesty International, was ich nach wie vor Anti-Flag hoch anrechne und ihnen nicht unterstelle, dass ihr Engagement der Promotion geschuldet ist.
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