AKD:
Herz am linken Fleck
„Herz für die Sache“ der Band ZSK, äh nein – „Herz Am Linken Fleck“ kommt mit 9 Tracks daher und ist das dritte Album der Band AKD (Analkommando). Auf die Ohren bekommt man melodischen Deutschpunk mit Skatepunk-Einflüssen. Das oben genannte Lied von ZSK erinnert ein wenig an den Titeltrack dieses Albums, wobei AKD insgesamt aber nicht vergleichbar mit dieser mittlerweile Berliner Combo ist.
Wo sich die Band 2005 gegründet hat, erkennt der geneigte Zuhörer am leichten Akzent des Sängers. Das Bayrische gibt es vor allem in „Ravermess“ zu hören, einem Cover der Biermösl Blosn. Da wird der ein oder andere Norddeutsche sicherlich nicht alles verstehen. Dieses Lied lockert das Album gegen Ende hin schön auf, wobei aber auch nach mehrmaligen Hören kein Ohrwurm hängen bleibt. Auch die „Ooohoooh“-Chöre, zum Beispiel im Lied „Irgendwo“, sind zu häufig und penetrant. Dennoch bietet das Album „Herz Am Linken Fleck“ kurzweiligen, gut produzierten und politischen Deutschpunk, mit dem man selten etwas falsch macht. Wie es sich für eine Deutschpunk-Band gehört, folgen die Texte bisweilen dem Motto „reim dich oder ich fress dich“, und auch der klassische Bullen-Song darf natürlich nicht fehlen. „Zeiten Ändern Sich“ beschreibt hingegen die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung – auch die festzustellende Radikalisierung innerhalb der Szene selbst. Und das Outro „Herz Statt Hass“ besteht aus der pathetischen und dennoch einfach schönen Rede an die Menschlichkeit von Charlie Chaplin aus dem Film „Der große Diktator“. Die CD in Vinyl-Optik gibt’s als schicke Digi.
Anspieltipps: Herz Am Linken Fleck, Zeiten Ändern Sich
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