Sodium:
Odyssey
Endlich mal wieder ein bisschen Geschmetter! "Odyssey" heißt die erste Full-Lenght-12" der Nordlichter von Sodium und die ist wirklich mit allen Wassern gewaschen. Klar, erwartet man ja auch, wenn die Band jetzt schon einige Jahre existiert und schon zwei EPs und ein Demo rausgebracht hat. Außerdem waren die Holsteiner auch schon mit Bands wie Mantar und Tackleberry unterwegs. Wenn man sich dann durchringt, doch mal einen Longplayer zu produzieren, kann davon ausgegangen werden, dass man hier nichts anbrennen lässt, weder bei der Produktion, welche mich vor allem durch gut abgemischte und auf ganzer Linie einschneidende Gitarrenspuren begeistert, sowie ein Songwriting, das für den geneigten Punkhörer zwar ungewohnt sein dürfte, aber durch ausgewogene Strukturen auffällt. Derweilen ist beispielsweise "Epilogue: Home No More" über fünf Minuten lang. Da können sich dann auch meinetwegen die ganzen Rumpel-Crust-Bands, die auf mich alle gleich klingen, ein paar Ecken und Kanten von abschneiden. Außerdem gibt es hier zu einer im schlichten schwarz gehaltenen Platte auch ein umfangreiches Booklet mit allen Texten und klasse Illustrationen. Odyssey macht also nicht nur musikalisch ganz schön was her!
Fazit: Bei so einer gut gemachten Crust/Hardcore-Platte kann man ruhig mal ein Ohr riskieren. Lasst euch aber nicht von der rauen Brandung wegreißen!
Anspieltipps: Dream, Epilogue: Home No More
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