Destinova:
Namless Goat
Destinova aus Leverkusen bringen zum zehnjährigen Bestehen ihr Album „Namless Goat“ heraus. Zuvor gab es 2015 eine titellose EP mit drei Stücken und 2012 die EP „Hurry Up“, damals noch unter dem Namen Poetry Fact. Allesamt ohne Label und unabhängig in Eigenregie veröffentlicht.
Auf „Nameless Goat“ präsentieren Destinova nun elf neue Stücke, die von ungeheurer Vielfalt geprägt sind. Von 90er Alternative und Grunge reicht das bis zu 00er New Rock und Metal. Da sind ruppige Kracher bei, wie „Lunatic“ und „Dog“, bei denen das äußerst variable Organ von Sänger Tim seine Vielseitigkeit von Schöngesang bis Schreien unter Beweis stellt, aber auch radiotaugliche Stücke, wie das poppige „Wake Up“. „Road To Hell“ dagegen zitiert rhythmisch und melodisch die frühen Alice In Chains.
Musikalisch einwandfreies Handwerk aller Musiker und eine sehr gelungene Produktion. Inhaltlich balanciert „Nameless Goat“ auf dem schmalen Grat zwischen Abwechslungsreichtum und der Bemühtheit, alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen, wobei es definitiv einen roten Faden gibt und das Album insgesamt einen runden Eindruck hinterlässt, mit vielen großartigen Momenten voller Harmonie und Intensität. Gute Arbeit!
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