Pascow:
Alles muss kaputt sein
Zugegeben: Ich hatte doch ein wenig Bammel vor der neuen Pascowplatte. Warum? Weil ich keine Steigerung mehr von Superlativen kannte. Bisher war jeder neue Output der Jungs aus Gimbweiler mit G ein neuer Meilenstein in Sachen großartigstem Punkrock. Jetzt das neue Dingen "Alles muss kaputt sein".
Die ersten 3 Songs "The strongest of the strange", "Äthiopien die Bombe" und "Je ne sais pas wo's lang geht" sind die gewohnten Klassiker, wie sie nur Pascow spielen können. Aber dann? "Ich bin dann mal durch" kommt fast schon ein wenig 80er NDW mäßig rüber und mit den letzten beiden Songs "too doof to fuck" und " 2,5 Minuten echte Gefühle" schleichen sich sogar zwei Mid-Tempo-Lieder aufs Album.
Es beschleicht mich das Gefühl, dass Pascow mit diesem Schaffenswerk irgendwie erwachsen geworden sind, die Ähnlichkeiten zu "Nächster Halt gefliester Boden" sind durchaus zu finden, was bisher nie der Fall war, da die neuen Alben immer eine starke Weiterentwicklung beim Sound vorzuweisen hatten. Bitte versteht mich nicht falsch: "Alles muss kaputt sein" ist ein saugeiles Punkrockwerk, die Note Eins steht in Stein gemeißelt, allerdings beweisen auch Pascow, dass auch sie nur Menschen sind und (auf allerdings extrem hohem Niveau) einfach mal ein wenig stagnieren. Eine weitere Steigerung hätte ich aber auch nicht überlebt. Es gibt definitiv weiterhin keine bessere Band in Deutschland.
Kommentare:
Das Album ist wie immer super obwohl es(unewohnterweise) 1,2 etwas schwächere Lieder hat.
Bessere Band in Deutschland? Geht sowas?!?
Sehr gelungen mal wieder, aber ich kann nicht nachvollziehen wo der Rezensent 80er NDW hört.
Nur Hits!!!