Die Skeptiker:
Kein Weg zu weit
SKEPTIKER...auch so eine Band, die Musik von alten Männern für alte Männer (und Frauen natürlich) macht. Scheint ja mittlerweile fast ein eigenes Genre zu sein. NONSTOP STEREO...hört niemand unter 30...SUPERNICHTS...versteht keiner die Ironie, der nicht ne amtliche Plauze durch jahrzehntelangen Bierkonsum sein eigen nennt. SLIME...ach nee, die machen ja kein Punk mehr!
Ich mag alle anfangs aufgezählten Bands sehr gerne. Wahrscheinlich weil die genannten Attribute auch irgendwie passen.
Kollege Kabl beschrieb den Gesangsstil des Sängers tatsächlich neulich als "Grönemeyer auf Speed". Auch nett!
Allerdings ist es gerade die Stimme von Eugen, die die Ostberliner so von anderen Bands unterscheidet. Und das definitiv positiv! Musikalisch hat sich zu den letzten Alben nicht wirklich viel geändert. Passend zu den aktuell wieder sehr dunklen Zeiten, ist der Sound und die Stimmung eher etwas unterkühlt und düster gehalten.
Das Thema Alter wird etwas süffisant im Song "Entschuldigung" behandelt. Ansonsten sind die meisten Texte eher (geschichts)politischer Natur.
Wer die alten Alben der Band mag, wird auch an "Kein Weg zu weit" Gefallen finden. Der Rest ist wahrscheinlich einfach zu jung.
Kommentare:
Das neue Album habe ich jetzt noch nicht gehört, da es erst nächste Woche erscheint, aber ich bezweifle, dass es sich anhört wie die Vorherigen. Nach den Hörproben ist es musikalisch völlig anders aufgebaut.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass es jemals eine Wiederholung des musikalischen Konzeptes bei den Alben gab.
Oder wie Eugen mal so schön gesagt hat: “Du brauchst ja nicht zehn Platten machen, wo immer das Selbe drauf ist. Dann brauchst du nur eine machen und kannst danach aufhören.”