Donots:
Lauter als Bomben
Mit den Donots habe ich mich, um ehrlich zu sein, nie besonders intensiv beschäftigt. Zu soft war mir der Sound, zu unkantig, es blieb nie sonderlich viel hängen. Eine Band, die ich immer unter "ganz nett" verbucht habe.
Neugierig wurde ich dann, als verkündet wurde, dass die Band jetzt deutsche Lieder macht, wobei ich das 1. Album in diesem Stil nicht gehört habe. Fünf Mal habe ich mir jetzt "Lauter als Bomben" angehört und ich finde die Donots auf deutsch tatsächlich viel besser als die auf englisch. Gut, es wäre Arschkriecherei wenn ich behaupten würde, die Band würde mich auf einmal komplett von den Socken hauen. Aber Hits hauen sie durchaus raus. Besser gesagt: Das Album kommt komplett ohne Ausfall aus. Das Highlight ist für mich "Keiner kommt hier lebend raus", ein richtiger Pogo/Punkrock-Finger-Song. Zwischendrin gibt es auch mal leisere Töne ("Das Dorf war L.A.") und die Texte sind teils angenehm politisch, aber nie platt oder anbiedernd. Und so kann ich dieses Album tatsächlich sehr empfehlen, auch Leuten, die bisher mit der Band wenig anfangen konnten.
Ich belasse es bei dieser knappen Rezension - wer ein 3-seitiges Bandinfo mitschickt (Schrift: Times New Roman, Größe: 12), hat schon selbst genug über sich gesagt. Gutes Album!
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