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Antimanifest:
Am Ende aller Tage
Der erste Eindruck trügte: dachte ich zunächst, schicker Bandname, Mukke lamé, muss ich meine Meinung revidieren - Hammerplatte, vielleicht die beste deutschsprachige Punkplatte, die ich seit einiger Zeit gehört habe! Nicht nur, dass der Gesang genau im richtigen Moment von Singen ins Schreien wechselt, nicht nur, dass der Bumm-Tschak-Schlagzeugbeat genau im richtigen Moment unterbricht, ein Break, ein Fill reinzimmert, dass du denkst “ja, JAAA, gib mir noch so eins! Nicht nur, dass der Bass genau im richtigen Moment von einem cleanen Sound in die Ultraverzerrung wechselt und du die Anlage noch lauter aufdrehen willst, um den Sound von Kopf bis Fuß spüren zu können und nicht nur, dass die Gitarre minimalistisch ist, ohne dabei zu verschwinden, sondern genau im richtigen Moment loslegt und auch hier und da mal dezent kniedelt. Nein, dazu kommen noch die Momente, wo Antimanifest die Punkstrukturen der Songs unterbrechen, nein abbrechen, ins noiseig-krachige wechseln (“Vielleicht”) oder gar ganz darauf scheißen und einfach nur Gitarre und Gesang (“Wofür”) starten. Der Promotext vergleicht mit Muff Potter und ...but alive und das finde ich kommt schon ganz gut hin - nur dass ...but alive den schlechteren Gitarrensound hatten. Textlich sehe ich zwar nicht den angegeben Antifa-Punk (Promotext), aber das fehlt auch überhaupt nicht - ich liebe die befindlichkeitsorientierten Texte, die sich grüblerisch-melancholisch über die Musik legen und wenn sie in dem Song “Dann gilt (R.T.B.A.M.)” dir einfach die sexistische Doppelmoral und Verlogenheit der “Szene” (definier doch wie du willst) ins Gesicht schreien, dann kommt das keineswegs platt rüber wie bei den RadioHavannaBeiBedarfsZSKs dieser Welt, sondern berührt und ich könnte weinen, dass Punk einerseits die Rettung vieler Menschen vor der zynischen neoliberalen Gesellschaft ist und sie dann trotzdem durch Mackerattitüde und Sexismus mit voller Wucht immer wieder eine Kopfnuss bekommen. Antimanifest. Starke Platte. Danke dafür! Und der Österreichische Akzent ist einfach süß!
kraVal 02/2018
Hörprobe:
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Antimanifest - Am Ende aller Tage

Stil: Deutschpunk, Emopunk, Noisepunk
VÖ: 05.01.2018, LP, Twisted Chords


Tracklist:
1. Neonstarter
2. Kaugummiromantik
3. Freitag, Samstag, oder so
4. Wie Liebe nur leiser
5. Im Bllister
6. Vielleicht
7. Dann gilt (R.T.B.A.M)
8. Steine aus Granit
9. Wofu?r
10. Am Ende aller Tage

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