Malasañers:
Footprints
Auch im Süden Europas gibt es Kneipenkultur und die hat es in sich! Nur konsequent, dass eine Band wie die Malasañers mal zeigt, dass das Monopol für Musik zum Schnapstrinken nicht nur auf der grünen Insel liegt und sich der Rest der Welt nach dieser auszurichten hat. Zwar sind die eigentlich aus Madrid stammenden Malasañers irgendwie in Bamberg hängen geblieben - wie immer man freiwillig in Bamberg hängen bleiben kann!? - trotzdem hört man der Musik noch deutlich ihre Wurzeln heraus. So gibt es weniger das tiefe, lang gezogene nordische Dudeln, sondern viel mehr eine feurige und euphorische Steh-Auf-Hochzeit. Direkt der Anfang der CD lässt mit "Sell the Night" und "Workers on the Run" das Tänzer- und Trinkerherz höher schlagen. Es ist Freitag, die Sonne geht unter und die Bars machen gerade erst auf. Apropos Bars, der Song "Long Live the Glory" passt perfekt auf jeden Oi!-Sampler, ist er doch einfach ein super-eingängiges whiskeygeschwängertes Trinklied. Auch wenn im Laufe des Albums manchmal ein wenig auf die Bremse getreten wird, merkt man doch immer, dass die Malasañers keine Kinder von Traurigkeit sind. Nur Vinyl-Liebhaber müssen jetzt ganz stark sein; das gute Stück gibt es nämlich nur als CD.
Fazit: Wer braucht schon Pubs, Guinness und St. Patrick's Day, wenn er selbst Feuer, Trinklust und Gefühl im Blut hat und so mal eben ein eingängig-schönes Folkpunk-Album hervorzaubert?
Anspieltipps: Sell the Night, Long Live the Glory
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