Lesbian Rank Ingferno:
Best Stoff 2014-2017
Hätte ich den Beipackzettel vor dem ersten Hördurchgang gelesen, wären viele Fragezeichen vermutlich nicht aufgetaucht. Lesbian Rank Ingferno besteht aus dem Solo-"Künstler" Ing Ferno, seiner verstimmten Gitarre und einem billigen Musikmacheprogramm à la Magix Music Maker oder dergleichen. Also immerhin keine furchtbar schlechte Band, sondern lediglich ein Mann und dessen abgrundtief mieser Humor. Eigentlich ganz sympathisch.
Die Texte sind teilweise genial und gleichzeitig so furchtbar, dass ich auf allen Ebenen lachen muss; sei es, weil's echt witzig ist, oder so brutal unter der Gürtellinie, dass ich mich sogar ein bisschen meines eigenen Humors wegen schäme, oder, weil ich peinlich berührt ob des Fremdschämfaktors aus Verlegenheit darüber hinweg lache. Manchmal isses aber auch einfach nur komplett Banane.
Musikalisch ist das alles selbstverständlich unhörbar. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich das irgendjemand ernsthaft im Auto, im Mp3-Player in der Bahn oder zu Hause beim Bügeln wirklich anhört. Klamauk-Trash-Punk-Getrümmer der übelsten Sorte. Das kommt dabei heraus, wenn ein Bekiffter mit zu viel Zeit und Langeweile die Möglichkeiten des Homerecordings für sich entdeckt.
Aber witzig isses schon.
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