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Sidewalk Surfers:
Dinners for Sinners
Gäbe es ein deutsches Äquivalent der Punk-O-Rama Sampler-Reihe, dann dürfte diese Band nicht fehlen. Nach einer EP im Jahr 2014 gibt es seit kurzem das erste Album der saarländischen Melodic-Punk Band. Als ihre Einflüsse geben sie: "Star Wars, He-Man, Fatwreck Chords und ein bisschen Ska" an und haben mich somit sofort vollkommen auf ihrer Seite. Desweiteren prahlt die Presseinfo auf der Website: "Würde das legendäre Skateboard-Videospiel Tony Hawk’s Skateboarding heutzutage noch einmal neu aufgelegt, die Sidewalk Surfers würden einen Großteils des Soundtracks dazu liefern". Wenn man außen vor lässt, dass in Presseinfos immer das Blaue vom Himmel herab gelobt wird, wäre hier das Wörtchen "KÖNNTEN" anstatt "WÜRDEN den Großteil des Soundtracks dazu liefern" angebrachter. Denn immer darauf bedacht wie ihre amerikanischen Vorbilder zu klingen, decken sie auf diesem Album die ganze Bandbreite von Skate- über Ska- bis hin zu ein wenig Street-Punk ab. Wie es sich für ein Release auf Long Beach Records gehört, inklusive einem guten Schuss Off-Beat und vereinzeltem Einsatz von Bläsern und einer Orgel. Wer mich kennt weiß, mit Orgeln bekommt man mich immer. Fehlen darf natürlich auch nicht ganz viel sing-along, ahhhhaaahhha und ohohoho. Dabei erreichen sie durch spielerisches Können ein ähnlich hohes Niveau wie manche der amerikanischen oder schwedischen Bands Mitte der Neunziger. Rein technisch gesehen gibt's somit schon mal keine Ausfälle. Für eine deutsche Band ist auch der englische Gesang erfreulicherweise unscheiße. Bester Song, der bei mir sofort auf dem USB-Stick fürs Auto gelandet ist, ist mit leichtem Abstand zum Rest Self-Inflicted, bei dem sie Unterstützung von David McWane (BIG D & THE KIDS TABLE) und den Tröten von SKAFIELD bekommen. Ich würd mal sagen, am meisten haben hier wohl LESS THEN JAKE, STREET DOGS und die BOUNCING SOULS Modell gestanden.

Bei all den Vergleichen merkt man schnell: Das hat es, wie so oft, schon alles x-mal in besser und auch in viel schlechter gegeben. Aber was hat es nicht schon gegeben in Sachen Punkrock!? Als diesem Genre zugeneigter Musik-Liebhaber befindet man sich halt in einer sich immer wieder neubefruchtenden Wiederholung. Abgesehen davon sind dieser Sachverhalt und der dadurch bedingte fehlende Wiedererkennungswert die einzigen Kritikpunkte. Die bei einer so frischen und jungen Band aber noch sehr zu vernachlässigen sind und über die man gut hinwegsehen kann. Schlechte Songs: Fehlanzeige! Das Album punktet mit durchgehend gutem Songwriting. Langeweile sollte dadurch bei Melodic-Punk Fans mit Sicherheit nicht aufkommen. Den Deckel drauf macht das hübsche Cover-Artwork von SBÄM.

Also bleibt mir wieder nichts anderes übrig als zu schreiben: Fettes Debüt!
Peter 04/2018
Hörprobe:
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Sidewalk Surfers - Dinners for Sinners

Stil: Skatepunk, Melodic-Punk, Ska-Punk
VÖ: 09.03.2018, CD, Long Beach Records Europe


Tracklist:
01. Workaholic
02. Out Of Control
03. T.I.F.I.A
04. What We Want
05. Another Place
06. Y
07. Invisible
08. Self Inflicted (feat. David McWane and Skafield)
09. Good Guy
10. My Opinion
11. Sleepwalker

Für Freunde von:
At Both Ends Hollowpoints The Courettes
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