Die Traktor:
Arne und die Strümpfe
Puh. Das ist definitiv ein Album aus der Kategorie "Würde ich gerne gut finden, find ich aber nicht gut". Würde ich gerne gut finden, weil die Idee dahinter sehr originell ist. Die Traktor haben nämlich ein Konzeptalbum gemacht. Traditionelle Kinderlieder werden verpunkt und durch Hörspielsequenzen thematisch miteinander verknüpft. Die Hörspielsequenzen sind witzig und kreativ. Aber, das gilt in keiner Weise für die Lieder! Diese sind eh schon abgeleiert bis zum Gehtnichtmehr. Oder, gibt es hier ernsthaft jemanden, der "Evergreens" wie "Die Affen rasen durch den Wald"(!), "Hänschen Klein" (!!) oder sogar "Alle meine Entchen" (!!!) noch ernsthaft auch nur annähernd hören kann? Und wenn man sich solchen abgedroschenen Nummern schon widmet, dann könnte man sie doch zumindest irgendwie interessant uminterpretieren. Aber Fehlanzeige. Wirklich alle Kinderlieder werden im stumpfen monotonen "Uffta-Uffta"-Takt runtergespielt, wirklich alles klingt irgendwie gleich, es erfolgt nicht die kleinste musikalische Überraschung. Man kann sich das irgendwie so wie die unzähligen "Punkrock-Christmas"-Compilations vorstellen, genauso spannend sind die Songs auf "Arne und die Strümpfe". Also, nein, das kann ich mir wirklich kein 2. Mal anhören. JBO ist im Vergleich dazu eine virtuose Göttercoverrockband, Randale glückt der Spagat zwischen Rockmusik und Kinderliedern wirklich meilenweit besser.
Wirklich, sehr sehr schade. Ich denke aus dieser, ich wiederhole mich, echt originellen Idee hätte man sehr viel mehr machen können. Aber die Songs haben halt wirklich keinerlei Reiz.
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