Abgestorbene Gehirnhälften:
Verdikt der Evolution
Nach 19 Jahren veröffentlichen Abgestorbene Gehirnhälften eine neue Platte. Schade. Mich quälen vom ersten Ton an Schmerzen im musikaffinen Bereich meiner (noch) nicht abgestorbenen Gehirnhälften. "Verdikt der Evolution" kann als Beipiel dafür herhalten, warum man bei Songwriting darauf achten sollte, dass Text und Musik auch halbwegs zusammen passen. Das ist echt unglaublich, aber zu keinem Zeitpunkt passt der "Rhythmus" vom "Gesang" auch nur annähernd auf die Musik. Scheinbar wurden die Texte und die Musik vollkommen losgelöst voneinander geschaffen und dann mit aller Gewalt aufeinander gedrückt. Der Wechselgesang von Frontfrau und Frontmann ergießen sich gleich einer monotonen und emotionslosen Litanei. Ohne Pause, ohne Melodie, keine Phrasierung, kein Rhythmus, nix. Es ist die reinste Qual.
Die Musik ist ebenfalls nicht gerade der Knaller und unterwirft sich in ihren schlechtesten Momente auch noch dieser vokalen Vergewaltigung von Lyrik.
Ich wünschte, ich hätte diese Platte nie gehört.
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