Worriers:
Survival Pop
Kategorie: "Was eigentlich jemand besprechen wollte, was dann aber einfach nur in seinem Keller verstaubte und dann wieder den Weg zurück in die Redaktion fand."
Keine Angst, Worriers sind nicht noch eine weitere irgendwie Agnostic-Front-beeinflusste Bollo-Stampfcore-Band, der Name ist eher eine Anspielung auf das Wort (to) worry oder eben worries. Eben diese Sorgen haben auf dem Album "Survival Pop" und auch im Leben von Frontfrau Lauren Denitizio eine wichtige Rolle gespielt. In einer patriarchalischen Gesellschaft zu merken, dass man queer ist, war sicherlich nicht immer leicht und ist es auch heute nicht. Dazu kommen bei Lauren noch der Verlust von Freunden durch Suizid oder Drogenmissbrauch. Erfahrungen, die das Album stark geprägt haben. Dennoch ist "Survival Pop" trotzdem nicht nur ein rein depressives Album. Tatsächlich geht es doch vor allem ums wieder Aufstehen und sich Mut machen. Dies merkt man den Stücken auch an, so wirkt die Grundstimmung eher beschwingt und auch angehobenes Midtempo findet man auf dem Tonträger an der ein oder anderen Stelle. Ziemlich angetan von der Band ist auch Against Me!s Laura Jane Grace, die im Studio Patin stehen und Händchen halten durfte. Dieser positive Einfluss ist der Platte definitiv anzumerken.
Fazit: Emotionale Aufbaumusik. Perfekt für den Sonntag-Nachmittag oder postdepressive Phasen.
Anspieltipp: Future Me.
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