Sweatshop Boys:
Two Men
Die vier Powerpopper aus ehemalig Haifa haben nach ihrem Debüt The Great Depression von 2016 nun mit Two Men ihren Nachfolger draußen und haben sich mittlerweile von Haifa über Tel Aviv bis nach Berlin verteilt. Und was soll ich sagen? So leicht kann das Schreiben eines guten Punk-Albums sein! Denn mit dieser Platte haben wir es mit wahrem musikalischen Kleinod zu tun.
Vom ersten Song an nimmt man spürbar den Einfluss wahr, den klassische 77er Punk-Bands wie die RAMONES, sowie Surf- und Rock-&-Roll-Bands der 70er (hier wären an erster Stelle die BEACH BOYS zu nennen) auf die Israelis hatten. Das zeigt sich weiter beim zweiten Song A Watched Pothead Never Boils oder bei Hard To Realize, bei denen sie zackig wie schon die Berliner Modern Pets oder gleich eines der Originale aus den 70ern vorgehen. Mit viel Liebe zum Detail, einem Haufen Melodien und leicht schrägem aber gut passendem Gesang und außerdem viel Backgroundgesang, glänzt wirklich ausnahmslos jeder der zwölf Titel. Freunde von Bands wie MARKED MEN, STEVE ADAMYK BAND und den SONIC AVENUES können bedenkenlos zugreifen. Ausgezeichnet funktionieren auch die Songs mit Orgel wie A Terminal. Dazu passt der garagige und etwas hallige Sound, den das Album verpasst bekommen hat. Ein Blick in die mitgelieferten Texte lohnt auch! Ob das nun hier eine Steigerung zu ihrem Erstling ist, vermag ich nicht wirklich zu sagen, ich würde mal sagen "gleichbleibende Geilheit".
Fazit: Geheimtipp, der keiner sein sollte!
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