Apollon's Return:
Kreise und Linien
Da sind wir also mal wieder. Am untersten Ende des Grabbeltisches. Auf der Reste- bzw. Abschussrampe des gammligen Bierschinken-Sondermülls. Immerhin ist "Kreise und Linien" dann auch die letzte Veröffentlichung, die hier so langsam zustaubt. Ich bin also einigermaßen froh, dass ich mich doch noch im alten Jahr dazu durchgerungen habe, dem Album ein paar Zeilen zu widmen:
Tja, was soll ich sagen? Manchmal muss man in die Gosse gehen um die Perlen zu finden oder wie Westernhagen einst sang: "Gold findet man bekanntlich im Dreck". Das trifft für Kreise und Linien leider nicht zu. Stattdessen findet sich auf dem Album alles, was im Prog-Rock schief läuft. Die Scheibe dümpelt mal nach vorne, mal nach hinten. Jeder hat Ideen und jeder reißt mal am Ruder. Zuerst ein fetziger, rockiger Part, dann ein fancy NW-Break und dann kommt wieder der Pumuckl-Gesang auf ein dümpeliges Gitarrenriff. Man will sich um jeden Preis von der Masse abheben, schießt dabei aber so weit übers Ziel hinaus, dass man keine Musik mehr für Menschen, sondern für Marsianer macht. Ähnliches gilt auch für die Texte. Pseudointellektuelles Geschwurbel, das einfach keinen Anfang und kein Ende hat. Aber bei der Stimme des Sängers möchte man eh nicht näher hinhören.
Fazit: Prog-Rock, so eigenständig wie eine misslungene Darmspiegelung.
Kommentare:
bisher keine Einträge