Shadows of Defeat:
Too Little Too Late
Shadows of Defeat bringen mit "Too Little Too Late" nicht nur ihr drittes Studio-Album heraus, sondern schmettern auch ein Brett aus Melodic-Hardcore-Punk der alten Schule aus den Stereo-Boxen. Dreht man am Bandnamen-Glücksrad, bleibt der Zeiger immer wieder bei Good Riddance, Lagwagon und Skin Of Tears stehen. Besonders gut gelungen finde ich das extrem tighte und schnelle Schlagzeug. Breaks sind punktgenau und dieses Double-Bass-Geknüppel ist der Wahnsinn! Da gehen im Vergleich dazu die ebenfalls gut gespielten Gitarrenspuren sogar ein wenig unter. Produziert hat der Schlagzeuger das gute Dingen übrigens auch noch selbst, und da sage noch einer unsere ständigen Schlagzeuger*innen-Fotos wären übertrieben! Das Mastering hat Paul Miner übernommen, der das auch schon für u.a. Death By Stereo, New Found Glory oder Atreyu gemacht hat. Das erklärt dann natürlich wieder, warum das Album qualitativ so hochwertig ist.
Hochwertig sind auch die politischen sowie persönlichen Texte, die, auch wenn man bei "Eidgenoss My Ass" etwas anderes denken könnte, alle englisch sind.
Vinyl-Sammler müssen jetzt aber mal ganz stark sein: Auch wenn für die Zeichnung des schicken Covers extra Luc Martin engagiert wurde, gibt es das gute Stück nur als Download oder als CD zu erwerben.
Fazit: Früher war alles besser? Am Arsch! Heute gibt es auch noch geile 90er-Mucke, die letztendlich sogar hochwertiger ist, wirklich!
Anspieltipps: Eidgenoss My Ass, Humanity Out Of Town.
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