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Ulf:
Es ist Gut
Ulf sind aus Hamburg, tätowiert, posen auf dem Promofoto locker flockig vor einer riesen Plattensammlung, sind alles weiße Männer mittleren Alters und fast alle haben einen Bart. Lächeln verschmitzt und etwas unsicher, geben sich aber auf Facebook und auch sonst in ihrer Kommunikation immer recht easy und lustig. Um sehr mehr überrascht mich der erste Track "Geister" - hatte ich klischeemäßig lustigen Funpunk (doppelt gemoppelt, na wer checkt's?) mit Texten à la Mülheim Asozial gerechnet, ist der Norden in den Knochen des Quintetts richtig gut rauszuhören - Turbostaats letztes Album "Abalonia" lässt sich musikalisch ganz gut daneben stellen.
Die beiden Gitarren plingen wunderbar um die Wette und klingen hier und da voll 80ger mäßig und könnten manchmal auch in einem The Cure Song zu Hause sein (passenderweise hat einer von denen auf dem Bandfoto ein The Cure Shirt an) - und die Gitarrensoli passen wie Hummus zu Falafel und das ist im Deutschpunk (der immer sterben muss) ja wahrlich eine Ausnahme. Und die beiden Gitarristen widerstehen der Versuchung, die Songs mit langweiligen Deutschrockriffs vollzumüllen. Das macht auf jeden Fall schon mal richtig Spaß, zumal Bass (Zerre ist immer geil!) und Schlagzeug wummern und niemand soll glauben, hier wird auf irgendwas gewartet oder irgendwelche Gefangenen gemacht. Die Stimme mischt sich einen Cocktail aus Sprechgesang und cleanen Gesang, der immer wieder von Chören unterstützt wird - das ist nix Neues und kennen wir von Captain Planet (wobei Arne ne prägnantere Stimme hat) oder wie Turbostaats Jan auf den letzten beiden Platten, wenn er nicht gerade am Ende einer dreiwöchigen Tour ist. Aber es fügt sich gut in das Gesamtkonzept der Band/des Albums ein und kann Mensch ruhig so stehen lassen. Das gilt auch für die gesamte Produktion - weniger rotzig als so manche Kolleg*innen, aber auch nicht überproduziert und dadurch totally boring!
Die Stärke ist definitiv die erste Hälfte des Albums und der erwähnte Opener. Ein wenig geht ihnen danach die Luft aus und sie versuchen mit der Love-A-Revival-Nummer "Ostwind", noch einmal auf die Vollen zu gehen - pathetischer Gesang und Text deluxe ("die Wurzeln, der Riss, das Glück") und die Gitarren klimpern sich ins Nirwana. Das ist mir leider ein wenig zu gewollt und das können Jörkk und Konsorten einfach eindeutig besser. Aber hey - keine leckere vegane Bulette ist vom Himmel gefallen und so freu ich mich über ein gelungenes Emo-Punk-Album mit genretypischen seicht-belanglosen, aber gut klingenden (weil kryptischen) Texten, wie wir sie von so vielen MatualaElmarSupermutant-Bands kennen. Im Promotext steht ne ganz lustige Story, die ich schon wieder vergessen habe - hängen geblieben ist mir der Begriff Indie-Punk. Was soll das sein? Frage aus Neugierde.
kraVal 03/2019
Hörprobe:
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Ulf - Es ist Gut

Stil: Emopunk, Punk, Deutschpunk
VÖ: 26.02.2019, LP, CD, My Favourite Chords, Moment Of Collapse


Tracklist:
01. Geister
02. Graf Grauenstein
03. Schreibmaschine
04. 2 Tage
05. Stress bei Penny
06. Bei den Alten
07. Weil ich was will
08. Eule
09. Graue Eichen
10. Heilige Handgranate
11. Ostwind

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