Snareset:
With A Spark
Keine Bärte und nur selten Karo-Hemden, dennoch gibt es emotionalen und eingängigen Punkrock mit viel Melodie. Eigentlich habe ich keinen Bock, schon wieder den Hot-Water-Music-Vergleich zu bemühen, es ist aber einfach so zutreffend. Die Songs tuckern alle irgendwo im Midtempobereich herum und die rau-kratzigen Stimmen tragen einen auf leichten Wellen durch Chorusse und Strophen. Da bekommt man direkt Lust, sein Bier in die Luft zu reißen und sich bei seinem Nachbarn einzuharken. Aufgenommen wurde das Album im Bochumer Kaputtmacher Studio und auch sonst hat man sich bei Produktion, Mischen und Mastern komplett auf professionelle, aber altbekannte Weggefährten verlassen. Somit ist im Ergebnis ein sehr filigranes Album entstanden, das aber auch nicht zu glatt daherkommt.
Textlich geht es, wie von den Münsterländern gewohnt, sowohl um die persönliche Ebene als auch um den kritischen Blick auf die Gesellschaft.
Fazit: Das Rad wird nicht neu erfunden, aber für Freunde des amerikanischen Studentenpunks dürfte das hier ein sehr kurzweiliges Vergnügen sein.
Anspieltipps: No Spark No Fire, Big Sleep
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