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Tommy and June:
Tommy and June
Die beiden Musiker Tommy und June sind der neueste Shit auf Fat Wreck Chords und haben mit diesem selbstbetitelten Album auch ihren ersten Output überhaupt an den Start gebracht. Das Duo wurde, so pfeifen es die Punkrock-Spatzen von den Dächern, von Fat Mike persönlich zusammen gebracht. Wohl nachdem sich Tommy, ein israelischer Musiker den er vor einigen Jahren kennenlernte, bei ihm ausgeheult hat dass wenige Leute zu den US-Shows seiner Punk-Band und so wirklich gar keiner zu seinen Solo-Shows kommt. Daraufhin kam dem Labelboss die Idee, den "erfolglosen" Tommy mit June, einem kolumbianischen Araber den er mal auf Tour in Südamerika getroffen hat, zusammen zu bringen, damit diese beiden in seinen Augen großartigen Songwriter unter seiner Obhut ein Album aufnehmen und veröffentlichen können. Natürlich nicht, ohne sich selbst für die Idee auf die Schulter zu klopfen, ich zitiere: einen kolumbianischen Araber und einen israelischen Juden zum gemeinsamen Musizieren vereint zu haben, was in seinen Augen wohl niemand erwartet bzw. für möglich gehalten hätte.

Herausgekommen sind dabei 10 recht ruhige, kurze und einfach gehaltene Tracks. Einige rein akustisch auf Gitarre vorgetragen oder schräg verzerrt und mit Schlagzeug, sowie einem klassischen Punksong wie ihn ein Fat Wreck Chords Fan wahrscheinlich von einem Album auf diesem Label erwartet (Ghost of Paris). Durch die gerade erwähnten leicht schrägen und verzerrten Gitarren-Sounds bekommen die jeweiligen Songs einen leichten New-Wave-Touch, der ihnen somit auch eine gewisse eigene und aus der Masse heraus stechende Note verleiht. Wer ein bisschen die Suchmaschinen bemüht, findet schnell heraus, dass es sich bei dem Israeli um Yotam Ben Horim von USELESS ID handelt. Von dessen Solo-Alben wurden auch zwei Songs auf dieses Album gemogelt, nämlich Adulthood und Young Bones. Beide befassen sich mit dem Erwachsenwerden und oder dem Punk sein. Alle Titel beweisen mal wieder ausdrücklich, dass es kaum mehr als knappe zwei Minuten an Spielzeit braucht, damit ein Song seine volle Größe entwickeln kann. Gut ist auch bei so einer kurzen Laufzeit, dass Langeweile so schnell gar nicht aufkommen kann. Ohne dass ich nun in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin, schaffen es die zehn Songs, mich vom ersten Track Lonely Train an über die Albumlänge von zwanzig Minuten mitzunehmen und zu unterhalten. Vor allem die Texte, die kurze Geschichten über Befindlichkeiten und Situationen erzählen, gefallen mir besonders gut. Allen voran wären hier Jetlag Blues, Adulthood und Monogamist zu nennen, die mir am meisten aus der Seele sprechen.

Fazit: Ein Album mit gutem Songwriting, das sich vor allem für die ruhigeren Momente im Leben eignet. Ob es Yotam nun wirklich zu mehr Erfolg und Publikum verhilft, bleibt aber fragwürdig.
Peter 08/2019
Hörprobe:
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Tommy and June - Tommy and June

Stil: Akustik, Punk, Rock
VÖ: 21.06.2019, LP, CD, Fat Wreck Chords


Tracklist:
01. Lonely Train
02. Jetlag Blues
03. Adulthood
04. Ghost Of Paris
05. Better Life Story
06. New Alive
07. Monogamist
08. Mary Unfaithful
09. Black Maze
10. Young Man Bones

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