Egotronic:
Ihr seid doch auch nicht besser
EGOTRONIC mit ihrem nun auch schon neunten Album.
Von den Anfangstagen, als die Musik der Wahlberliner ausschließlich elektronisch produziert wurde, ist man schon seit Jahren weg. Es gibt eher wave-lastigen Punkrock, natürlich gespickt mit fetten Beats und Elektro-8-Bit-Samples. Das Promoschreiben spricht von einer "logischen Fortsetzung" des letzten Albums. Kann man so unterschreiben, allerdings vermisse ich den stumpfen tanzbaren Sound von früher an der ein oder anderen Stelle. Das ist mir besonders bei den Live-Konzerten der Band, die ich in letzter Zeit sehen konnte, aufgefallen. Rock statt Rave lautet wohl das neue Credo.
Textlich gibt es das gewohnte Brett gegen alles was man an diesem Land scheiße finden kann und auch tut. "Wann fangen wir an" überzeugt, hier hat die "Szene" mit Sicherheit noch Nachholbedarf.
Leider finden sich meiner Meinung nach mit "Hundesohn" oder auch "Wie ein Mann" einige wirklich schwache Stücke auf "Ihr seid doch auch nicht besser".
Was sonst noch? Razzias "Nacht im Ghetto" wird gecovert (kann man machen) und das herrlich sarkastische, mit 8Bit-Sound unterlegte "Adieu SPD" lässt mich auf jeden Fall ziemlich schmunzeln.
Produziert wurde das Ganze wieder von Rod Gonzáles und nach einigen Durchläufen hat man sicherlich wieder einige neue Schmankerl für sich gefunden.
Kommentare:
bisher keine Einträge