Defenders Of The Universe, Atheist Rap:
Split
Defenders Of The Universe schmeißen mal wieder eine Split-EP unter die Leute. Diesmal mit Atheist Rap aus Novi Sad.
Witzigerweise haben diese deutlich weniger Einflüsse aus dem Rap/HipHop-Bereich als Defenders Of The Universe. Stattdessen steuern sie zu dieser EP gradlinigen und melodiösen Punkrock hinzu. Die zum größten Teil auf serbisch verfassten Texte sind nach Aussage der Band zwar stark humoristisch, dabei aber auch dezidiert politisch.
Die Texte von den Defenders sind dagegen leider etwas eintönig und flach. Man versucht hier ironisch daher zukommen, stolpert aber über die immer gleichen Bilder und Metaphern. So geht es fast in jedem Song um Bier oder irgendwas gegen Bullen. "Häh? Ist doch cool!" wird jetzt vielleicht der ein oder andere sagen. Ja, grundsätzlich schon, aber Mülheim Asozial, die auf dem Album immerhin Credit bekommen, haben dazu doch auf "Familie und Beruf" schon alles zu dem Thema gesagt. Ansonsten sind die Defenders Of The Universe zwar grundsätzlich mit Keyboardeinsätzen und Rapeinlagen zwar vielfältiger aufgestellt als Atheist Rap, jedoch klingt das auf mich bei dieser Split auch wieder ein wenig so als wollte man viel, kann aber eigentlich nichts so richtig. So ist das Schlagzeug wenig differenziert und die Rapparts werden ziemlich ausdruckslos vorgetragen.
Fazit: Solider Punkrock trifft auf Rap-Gedönse-Dingelskirchen. Kann man sich auch sparen.
Anspieltipp: Kamen po Kamen
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