Flatulenzphobie:
Flatulenzphobie
"Gemälde von Schimpansen werden ja auch als Kunst verkauft" schimpften einst Frau Potz - und auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob der gute Felix damit auch so was wie Flatulenzphobie meinte, so sehr muss ich dennoch an einen Schimpansen denken, der dank der Preispolitik von Thomann und Konsorten zu preisgünstigen Instrumenten gekommen ist, diese aber weder bedienen kann, noch will. Wenn dann die kinderleichte Handhabung gängiger Homerecordingsoftware ins Spiel kommt, ist das musikalische Erbrechen in die Jauchegrube der Gegenkultur quasi reine Formsache.
"Seine ersten musikalischen Schritte tätigte er mit den mysteriösen 'Guppys', legte einen kurzen Stop bei der drittklassigen Rock'n'Roll Combo 'Mr.Crowley and the Rock'n'Roll Babies' ein, bevor er mit den undefinierbaren 'Trouble in Paradise' die Reutlinger Musikszene revolutionierte. Mitte der 90er verschwand Herr Phobie, damals noch Elliot genannt, von der Bildfläche." steht im Beipackzettel und ich wünschte, er wäre dort geblieben; verschwunden. Eintönige, furchtbar einfallslos arrangierte, vor sich hinwabernde Pieps- und Krachklangwelten, zäh und groovy wie ein Tanzabend im Sadomasokeller einer Dorfschenke in der Mecklenburg-Vorpommern'schen Pampa. Das ist nicht minimalistisch, das ist maximal-invasiv belastend.
Kommentare:
Günstige Instrumente bei Thomann? No way, Kleinanzeigen.
Vermutlich hat dieser konservative Kleinstadtanarcho
auch nur den ersten Song gehört.
Und übrigens, Kunst muß in seiner Gesamtheit rezipiert werden.
Ironie kann man mit nem Sixpack in der Birne wohl nicht mehr verstehen...
fröhlicher Medikamentenmissbrauch...
Es geht hier nicht darum wie die Musik ankommt. Meiner Partnerin findet mein Zeug auch nervig.
Es geht um den offenen Umgang mit musikalischen Werken und darum sich mit dem Ganzen zu beschäftigen.
Niemandem muß das gefallen was ich auf Vinyl gebannt habe.
Ich finde es nur ulkig, daß sich Rezensenten auf Bildzeitungsniveau mit Musik auseinandersetzen. Es werden eigene Wahrheiten geschaffen.
Vielleicht kann man von der Spotifygeneration nicht mehr erwarten.
???????
Sorry, das war ein Smiley und ein Daumen nach oben. Ich bin beruhigt.
aber ehrlich: rezensionen sind was subjektives und egal ob hier oder visions, derjenige, der schreibt, hat da wort. der unterschied ist, dass hier sehr viel mehr besprochen wird, was bei anderen zines gar nicht erst durchkommt. also aufstehen, abklopfen, weitermachen - vielleicht klappt’s ja mit dem nächsten album.
Jeder Künstler braucht Feedback, egal ob negativ oder positiv. Das passt für mich.
Wie gesagt, Beipackzettel lesen ist jedoch unumgänglich. Wenn dann in der Rezension Behauptungen auftauchen, die frei erfunden sind, dann ärgert das.
Bestes Beispiel dafür ist die Homerecordingsoftware.
Ich nutze weder Midi noch Computer zur Generierung von Sounds.
Hinter Flatulenzphobie steht ein Konzept. Songs werden innerhalb einer Stunde geschrieben und aufgenommen. Das meiste kommt von 80s Keyboards, die über Fußtreter gespielt werden. Ab und an eine Gitarre und ein Bass dazu und den Gesang Clean oder über Fußtreter verzerrt. Das ganze auf ein 8-spur Aufnahmegerät gezogen und fertig ist der Song.
Es sind einfach Stegreif Songs.
Auch der Tonfall gefällt. Und nebenbei läuft Musik, die noch mehr Blutdruck macht
Danke
made my day...:D
musik die blutdruck macht...:D
Aber ich hätte wetten können, dass ich die Idee aus der Kritik zitiert habe. Entweder wurde es enfernt oder ich hatte tatsächlich mal eine Eingebung als die Musik lief :-)