Best Boys Electric:
Ten Years of Brett Pop Affairs
Der ganz große Wurf ist die Debut-LP "Ten Years of Brett Pop Affairs" der Band Best Boys Electric sicherlich nicht. Dennoch macht bereits das bunte, leicht kindlich gezeichnete Cover besagter Platte Lust auf mehr und tatsächlich gibt es auf besagtem Album einige Highlights, wie das stimmige, aber kurz-knackige Solo bei "Mayday", sowie im selben Song die geschickte Unterlegung mit Keys und Streichinstrumenten. Die Poppigkeit der Platte ist hierbei Fluch und Segen zugleich. So sind die Melodien zwar super eingängig und gehen leicht in die Füße, zum anderen wird selten aus dem Midtempo-Bereich und aus bereits bekannten Songstrukturen ausgebrochen. Die meist seichten Texte wechseln sich ab mit kleinen Wortspielen und -witzen. Somit spielt sich das Geschehen auf "Ten Years Of Brett Pop Affairs" irgendwo zwischen den Ramones, den Beatles und den Beach Boys ab. Ziemlich unerwartet kommen dann jedoch die Songs "Bubbles" (Kinderlied auf Akustikgitarre), das fast schon NW-lastige "Always Be Your Friend" und "Bad Boy", und "Crazy". Letzteres ist sehr Bass-, Synth, und Drumslastig und wird fortwährend von Publikumsgekreisch begleitet. Letzteres ist zwar ironisch, nervt aber trotzdem ziemlich beim Hören.
Trotzdem, gerade in der usseligen Jahreszeit, sind die 16 Songs dennoch eine wirklich willkommene Abwechslung.
Fazit: Schöner Mix aus Ramonescore, (Brit-)Pop und Surf, bis auf die Irritationen aber ein weitestgehend alter Hut.
Anspieltipp: Mayday
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