Nosebleeder:
No
Nosebleeder feiern da auf diesen 10 Songs eine ganz schöne Hommage an alle Bands, die mal Punkrock in Richtung melodiöser Emoschiene gemacht haben. Da denkt man natürlich zuerst mal an Samiam oder vielleicht auch ganz entfernt an Hot Water Music. Aber keine Sorge, Nosebleeder wurden glücklicherweise noch von niemanden "entdeckt" und dann musikalisch sterilisiert. Außer vielleicht von Freunden und Familie und vom Proberaumvermieter. Letzterer war vermutlich auch Produzent von "No". Zumindest klingt es ganz so, als ob kein überteuertes Studio aufgesucht wurde, sondern stattdessen einfach alles im Proberaum mehr oder weniger live eingespielt wurde. Ein paar Mikros und ein Achtspurgerät, mehr braucht es anscheinend nicht. Das zeigen auch Nosebleeder hier sehr schön. Nur bei manchen Songs frage ich mich dann doch, ob es hier nicht vielleicht sowas wie ein Intro gebraucht hätte, anstatt einfach so ins Geschehen zu stolpern, dann denke ich mir aber, dass zu viele Fragen auch nicht glücklich machen. Stattdessen sollte ich mich vielleicht weniger an den ersten Sekunden, sondern viel mehr an Chorussen und aufbauenden Strophen hochziehen. Klar, das, was man hier hört, wurde so oder so ähnlich schon des öfteren von anderen auf einen Tonträger gepresst, aber die Straßen- und DIY-Attitüde, die auf "No" herausklingt, macht das Ganze irgendwie sympathisch.
Fazit: Garagensound und melodische Punkrock-Songs mit Krach und Emo.
Anspieltipps: Ghosts of a Missionary Post
Kommentare:
bisher keine Einträge