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A Time To Stand:
Light Years
Bald ist es so weit, "Lightyear" wird ein Jahr alt und ich habe es immer noch nicht geschafft, die passenden Zeilen zu diesem kleinen Zuckerstück generischen Poppunks zu schaffen. Sei's aus Faulheit oder Zeitmangel, und vielleicht war es auch ein wenig dem Gefühl geschuldet, das ich am Anfang bei diesem Album hatte.

Fünf Jahre nach dem letzten Output, sieben Jahre nach der letzten EP und und ganze acht Jahre nach der Demo nun endlich die erste Full-Length-Platte. Sehnsüchtig erwartet und dann... wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Klar, dass das Rad nicht neu erfunden wurde, war eh abzusehen und macht der Opener "Generic Pop Punk Intro" mit

if you think you've heard this before
it's probably because you've heard it before
nothing new, pretty simple and bland
generic pop punk, this is A Time To Stand


auch direkt deutlich. Und auch der Rest klang ähnlich, plätscherte gefühlt eher vor sich hin, als einem so richtig in den Arsch zu treten, wie es bei den Liveshows und den ersten Tonträgern definitiv der Fall war. Also erstmal wieder hinten im Schrank vergraben, selten hervorholen, noch einen Durchlauf gewähren und dann... Zack, Volltreffer. Manchmal muss eine Platte wie ein guter Wein, eine grüne Banane oder ein pubertierendes Kind erstmal reifen, um das volle Potential auszuschöpfen. Im Maxi-Menü gibt's ein Best-Of aller Elemente des 2000er Poppunks: Große Pathosgesänge mit Süß-Sauer-Singalongs, 9er Pack (Gang-)Shouts und Breaks, zum Nachtisch eine große Portion Geschwindigkeit und als Getränk 0,5L Melodien im Refill, und zwar die non-light/zero Variante mit richtig viel Zucker. Und wenn alles verzehrt wurde, wartet in der Papiertüte versteckt unter den Servietten noch eine Kinderüberraschung mit Streichinstrumenten und deutschen Lyrics. Aber anders als bei den großen Fast-Food-Ketten muss sich aber niemand schämen, das hier mehrfach zu konsumieren!

Inhaltlich stand die Debatte zur Relevanz der Platte sowieso nie im Raum, gibt's neben den "typischen" Poppunk-Themen über Jugend, Älterwerden, dem Gefühl der Machtlosigkeit und des Verkriechenwollens doch noch so viel mehr zu bieten. Kritische Töne gegenüber dem pathologischen Schweigen innerhalb der Kirche zu kontroversen Themen ("No part of this"), Anprangern der furchtbare menschlichen Eigenart, sich hinter ihren Grenzen zu verstecken, alles Fremde abzulehnen, und dennoch vom globalen Handel zu profitieren ("Geometry") und Kritik an Konsum, Ausreden und dem blinden Folgen von Modetrends.

Am Ende also Entwarnung, läuft das Album doch seit Monaten bei mir in Dauerrotation. Wer Poppunk mag, wird das hier lieben, wer Poppunk hasst, wird es auch lieben, versprochen! Und ich hab jetzt Bock auf Fastfood.
Thruntilldeath 03/2020
Hörprobe:
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A Time To Stand - Light Years

Stil: Punkrock, Skatepunk, Poppunk, Melodic-Punk
VÖ: 05.04.2019, LP, CD, Fond Of Life Records (Link)


Tracklist:
01. Generic Pop Punk Intro
02. PB City Winter Blues
03. Gantville
04. Keep The Change (You Filthy Animal)
05. Geometry
06. Ape-X Predator
07. Contrametheus
08. M-Class Planet
09. No Part Of This
10. Age Of Amplifiers
11. The Great Slasher Movie Ride
12. Maybe All That Hardware's For Making Coleslaw
13. [Insert Popular Hardcore Label's Name Here] Has A Really Big Parcel For You
14. Durian Fields Forever

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