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Bash!:
Diskografie

Was soll ich sagen? Hab die Band leider nie live sehen können, feier aber seit 15 Jahren alle ihre Veröffentlichungen total ab und freu mich auf jede Veröffentlichung, die rund um den Bash!-Kosmos samt der Nachfolge- oder Nebenprojekte erscheint. Frank Ludes und Claus Lüer sind für mich die größten Songwriter/Musiker innerhalb des deutschsprachigen Punkrocks! Was haben die für geile Geschichten zu erzählen in unfassbar tollen Melodien mit ihren sehr unpopulären Stimmen.

Dabei haben Bash! am Anfang hauptsächlich auf Englisch gesungen und Claus kam erst sehr spät zur Band. Die Konstanten bei Bash! waren Frank (Gitarre, Gesang) und Mike (Drums). Dazu kam noch Lupo (Bass). Hatte also mit den ersten Veröffentlichungen gar nix zu tun.

Um das 30-jährige Jubiläum gebührend zu feiern und diese großartige Krefelder Band zu ehren, bringt nun das RilRec Label den gesamten Backkatalog von Bash! nochmal als Online-Veröffentlichung in den diversen Streaming-Plattformen raus. Außerdem eine Best Of Zusammenstellung extra für Bandcamp. Hier drauf zu finden sind auch 2 Songs des Demo-Tapes. Könnte man auch noch komplett veröffentlichen. Einziger Minuspunkt am Best-Of-Album ist die Länge. Aber wie soll man einer Band gerecht werden, die nur Hits schreiben kann? Geht halt nur, wenn man den gesamten Backkatalog dazu veröffentlicht.

Folgende Releases sind somit von Bash! erschienen und außer dem Demo-Tape jetzt für alle Streaming-Begeisterten wieder zugänglich:

1992 Kick Ass Demo

1996 We do not worry EP

1997 Erwischt und bestraft CD

1998 Die Schwierigkeit ist das Problem EP

2000 Spotty little Herbert Split LP mit Wertlos

2000 We are the boys EP

2002 Cheers & Beers (Pic-LP)

2020 Beinahe Alles Super-Hits!

Dazu dann noch n paar Sampler-Beiträge, die man auch auf dem Best Of finden kann.

 

Bevor ich gleich mal ein auf ein paar meiner Favoriten eingehe, möchte ich erstmal meinen lieben Freund Felix hier zu Wort kommen lassen, der seit geraumer Zeit (Corona Rotze) in Saudi mit seiner Frau festhängt, mir damals das erste Mal Bash! näher brachte und mit dem wir gefühlt auf jeder Party mindestens einmal „Neil Armstrong“ angestimmt haben. Manchmal auch 10 Mal… Den ersten Song den er mir zeigte, war übrigens ‚Wir sind jung‘. Vielen lieben Dank für deinen spontanen Text und mit wachsender Vorfreude auf das baldige Wiedersehen übergebe ich nun die Worte an Felix:

„Cheers & Beers

Also anscheinend hat es sich einst zugetragen, dass ich vor gefühlten 1000 Jahren die ersten Bash!-Klänge mit in unsere Dortmunder Combo gebracht habe. Geradezu erstaunlich, da es eigentlich immer Hupe war, der uns mit frischen Samplern versorgt hat! Wenn ich mich richtig erinnere, war meine Quelle damals mein Bandkumpel und Sänger von 180 Grad, Seppl – sehr wahrscheinlich auf irgendeiner Bundesdeutschen Autobahn, im stinkenden Bulli, auf dem Weg zu irgendeinem Jugendzentrum.. Ja, so MUSS es gewesen sein.

Von da an war Cheers & Beers ein langer Wegbegleiter auf diversen Partys, Festivals oder auch beim alltäglichen Autofahren. Ein Vorteil lag klar auf der Hand: man musste nie die Skip-Taste bemühen – das ganze Album eignet sich vorzüglich zum Durchhören! Später kam dann noch ein zweiter hinzu: dank der größtenteils englischen Texte konnte ich auch im Auslandssemester meinen Kumpels den heimischen Punk aufs Auge drücken!

Damals hat es im Prinzip alles getroffen, was wir so zu Feiern hatten: Freiheit, Bier, Punkrock, Clockwork Orange… und vor allem natürlich uns selbst. Die Hymnen wie Bash! Boys, Wir sind Jung, Neil Armstrong… (Ok, es sind fast alles Hymnen) sind nach wie vor textsicher parat und werden zu passender Gelegenheit angestimmt – auch wenn diese leider inzwischen weniger geworden sind.

Auch nachdenkliche Themen („sterben müssen wir“) sowie äußerst dramatische Geschichten („wo ist mein Bier“) sind mit an Bord. Absolut großartig natürlich auch die Interpretation von Reinhard Meys „Selig“ – die leider wenig an Aktualität verloren hat.

Alle 21 Songs einzeln anzusprechen, sprengt sicher etwas den Rahmen, aber zum Glück sind wir heutzutage nicht mehr auf verkratzte Sampler angewiesen, die von einer Crew zur anderen wandern. Also: schnappt euch ne Kiste Bier, haltets Maul (vor allem, wenn die Solo Gitarre spricht) und SPIELT MA WAS VON BASH! Prost! Felix“

 

Anspieltipps, neben den von Felix bereits erwähnten und meine persönlichen Favoriten:

‚We do not worry…‘ (von der ersten EP ist ein englischsprachiger scheppernder, melodiöser schneller Punksong und unterstreicht die ‚Fuck Off!‘ Attitüde, welche in vielen Liedern durchklingt)

‚Heul Doch‘ (Das Stück ist von der 2. EP von 1998 und beschreibt das gescheiterte Leben eines Nazis. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Scheiss Nazis!)

‚Selig (D-Mark Version)‘ (Das Reinhard Mey Cover ist erstmals auf der Split mit Wertlos zu hören. Hier in der D-Mark-Version mit akustischer Gitarre am Anfang. Für mich der schönste und auch vielleicht gleichzeitig traurigste Song von Bash! Die Strophen wurden teils verändert. Ein absoluter Klassiker und auch live auf Nonstop Stereo Konzerten immer wieder zu hören gewesen.)

‚Weil Du So Bist‘ (Von der 3. EP von 2000 und wohl erstmals mit Claus, gibt es auch neu aufgenommen als Nonstop Stereo Version und ist auf dem neuen Best-Of Album hinterlegt. Definitiv eine typische Punkrockhymne von Frank, die schon gut in Richtung Nonstop Stereo Richtung geht. Mitgrölen Deluxe!)

‚Wir sind jung‘ (Ist einer der Songs, in die man einfach eintauchen kann, vor allem wenn man um die 20 ist. Manchmal halt auch 15 Jahre später noch. Von Cheers & Beers.)

‚Lebenskreis‘ (Von der Erwischt… CD. Auch ein typischer Frank-Song über Lebensumstände, mit einem typischen Ohrwurm-Refrain und diesem typischen ‚Scheiss drauf Thema‘ )

‚Nenn es ganz einfach Rock’nRoll‘ (Vielleicht DER Assi Song von Bash! Wechselnder hingerotzter Gesang von Frank und Claus. Was willste mehr?)

Natürlich sind auch die beiden Interpretationen von Mike nicht zu unterschlagen. Der tobt sich nämlich in ‚Hans+Grete‘ und ‚Fuchs du hast die…‘ lyrisch eindrucksvoll niedrig aus.

Unterm Strich halt einfach ne Menge Deutschpunk-Hits! Immer melodiös, mal auf englisch und mal deutsch gesungen, mal rumpelig, mal dramatisch oder asozial. Aber immer vielseitig und mitgrölbar.

 

Bleibt die leise Hoffnung, dass sich Bash! vielleicht nochmal zusammen auf die Bühne stellen, vielleicht für ein Benefiz-Konzert nach Corona oder als Secret Headliner bei Bierschinken eats FZW oder als super gehypter Reunion Act auf dem Rodeo… Das wäre auf jeden Fall wunderschön und würde bestimmt einige Menschen sehr glücklich machen…

So, jetzt aber genug von dem sentimentalen Rumgetippe. Ich leg jetzt die Bash! Platten auf und bedanke mich bei RilRec für die längst überfälligen (Wieder-)Veröffentlichungen mit den folgenden sehr wahren Zeilen:

Das Apfelsaftregal, ist uns doch scheißegal!

In diesem Sinne Walk On Bash! Boys.

Hupe 11/2020
Hörprobe:
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Bash!
Musikstil: Punkrock
Herkunft: Krefeld
Bash! - Diskografie

Stil: Punkrock
VÖ: 10/2020, Digital, Rilrec (Link)


Tracklist:

1996 - We do not Worry
1997 - Erwischt und bestraft
1998 - Die Schwierigkeit ist das Problem
2000 - Spotty Little Herbert
2000 - We are the Boys
2002 - Cheers & Beers

2020 - Beinahe Alles Super-Hits!


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