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Proud to be Punk:
Ausgabe #33

Neues Jahr, neues Proud to be Punk. Mit der inzwischen schon 33sten Ausgabe. Dieser Jan - hat der eigentlich auch noch Freizeit?

Im ausführlichen Vorwort gibt's nen Rückblick auf (*schnüff*) Konzerte (organisiert und besucht), Projekte in Vereinen, Bildungsreisen und natürlich auch Einblicke in den punkigen Lehreralltag. Nebenher dann auch noch knapp 100 DIN A5 Seiten Fanzine rausballern - Hut ab für den langjährigen Einsatz.

Kein Plan, ob Jan eigentlich Geschichtslehrer ist, aber diese Ausgabe kann man da fast schon als Lehrmittel benutzen. Es geht zum Großteil über vergangene Zeiten. Ausführliches Interview mit Helge Schreiber anlässlich der Veröffentlichung seines gründlich überarbeiteten Buches "Network of friends – Hardcore-Punk der 80er Jahre in Europa". Er hat viel fürs Ox und Plastic Bomb geschrieben und erzählt aus dem Nähkästchen der guten alten Zeit. Ebenfalls literarisch wird es im Bericht über die Lesung+Konzert zum Buch "Haare auf Krawall". Thema in diesem Schmöker ist die Jugendsubkultur in Leipzig von '80-'91. Ergänzend dazu noch ein Schwerpunkt zur Szene in Leipzig dieser Zeit. Nochmal Leipzsch dann im interessanten Interview mit RASH Leipzig, damit man auch mitkriegt was aktuell da los ist.

Nicht fehlen dürfen im PtbP die Ausflüge in die deutsche Geschichte, was mit Jans Engagement gegen das Vergessen in Form seiner Vereinstätigkeit verknüpft ist. Manchen zu trocken, ich finde das immer noch wichtig und schließe hier und da noch einzelne Wissenslücken.

Es werden Bandnamen und deren Herkunft aufgeschlüsselt - war mir persönlich aber etwas zu lang(atmig) und liest sich fast wie ein Wikipedia-Artikel. Ebenfalls ein Teil des Bildungsauftrags ist der Bericht über den Verfassungsschutz, damit auch der Letzte kapiert was das für ein Kackverein ist (*kotz*). Dass viele linke Bands in VS-Berichten aufgetaucht sind, wurde ja schon in letzten Ausgaben thematisiert und ist nach wie vor ein Skandal. Wer sich schon etwas mit der Materie auskennt, findet den Text vielleicht etwas ZU ausführlich.

Der Erlebnisbericht vom ersten Pogo ist sehr anschaulich geschrieben und trieb auch mir die Selbstschamesröte ins Gesicht. Schön, wenn man so locker von der eigenen (vermeintlichen) Uncoolness der Jugend erzählen kann.

Interviews gibt's mit Streit (ganz ok, aber nix besonderes) und den Herausgeber.Innen des neuen Fanzines Rohfassung (cool). Dann noch eine History von Biala Goraczka aus Polen. Sagte mir persönlich nix, aber man lernt ja gerne neue Bands kennen.

Zwei Sampler werden auch noch vorgestellt: Der Soli-Sampler für linksunten (mit Bericht über die ganze Scheiße) und "Too much future – Punkrock GDR 1980-1989" also wieder was von dunnemals. Ein 3LP Brocken mit viel rarem Zeugs aus der ehemaligen DDR und eine VÖ, in der viel Herzblut drinsteckt.

Zum Schluss noch neueste News aus der Szene in Sachsen, sowie Platten- und Zine-Reviews - damit ist man zum Ende in der Gegenwart angekommen.

Sehr solides, abwechslungsreiches Heft, welches mir diverse Klogänge versüßt hat. 

Horace 02/2021
Proud to be Punk
Musikstil: Polit-Fanzine
Herkunft: Sachsen
Proud to be Punk - Ausgabe #33

Stil: Fanzine
VÖ: 01/2021, A5-Heft



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