Perlaine:
A Journey Into The Inside Of Things Just Known From The Outside
Wir haben ja seit ein paar Monaten jede Menge neuer Schreiberlinge hier in der Review-Sektion. Läuft eigentlich total gut: Jede zugeschickte Bemusterung kommt in den Topf, jeder pickt sich raus über was er schreiben will - und am Ende ist der Topf leer. Zumindest sollte es so sein: "Perlaine" ist die einzige Scheibe, die keiner besprechen wollte. Naja, dann mach ich halt.
Ich fasse erstmal kurz die Entstehung zusammen: Oktober 2008 aufgenommen, Dezember 2008 komplettiert(?), Februar 2009 komplett neu arrangiert & aufgenommen, Mai 2009 "fertig" gestellt, Februar 2010 gemischt, April 2010 gemastert, Herbst 2010 "letzter Schliff"(???) und nochmal gemastert. Dazwischen Besetzungswechsel und Namensänderung (vorher "Sunburn", falls es wen interessiert).
All das macht sich dann irgendwie auch beim Hören bemerkbar. Klingt nach ner zu oft gewaschenen Jeans. Total glattgeschliffen, ohne Ecken und Kanten. Sind bestimmt alles ganz fähige Musiker, denen die Meinung eines Banausen wie mir wahrscheinlich herzlich egal ist, aber ich find die CD ungefähr so langweilig, wie seinen Musikstil als "AlternativeRock" zu bezeichnen. Da fehlt einfach der Bums oder meinetwegen auch die ehrliche Emotionalität, die bei den "Großen" des Genres (ich werf mal Blackmail in den Raum, Zufall dass Lied Nummer 7 so heißt?) einfach aus jeder Pore tropft. So schlecht sind die Lieder auch wirklich nicht. "The Bastard" gefällt mir schon fast, "The Yearning" und "Roses & Snakes" hauen auch gut rein - es bleibt aber trotzdem überproduzierter Ballast-Rock. Nicht mein Ding.
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