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Martin Popoff:
50 Jahre KISS

Also ich denke über die Band KISS (gegründet 1973 in New York von Paul Stanley und Gene Simmons) brauche ich euch nichts erzählen. Falls ihr dennoch nicht besonders firm oder gar abgeneigt von einer der größten und unterhaltsamsten Rockbands aller Zeiten seid, muss ich leider sagen dass ich euch und euren Musikgeschmack zutiefst verachte, denn bei diesem Thema, da geht der Rockopa mit mir durch, der Musikboomer der keinen Spaß versteht und der euch bis in die frühen Morgenstunden volllabert und aufklärt welche Besetzung, welches Album und welcher verfickte Song von KISS unumstößlich und ohne Widerrede am allergeilsten ist, ob ihr es hören wollt oder nicht.
Abgesehen vom musikalischen Wert will ich von der gesamten popkulturellen Bedeutung von KISS gar nicht erst anfangen. Damit habe ich hoffentlich klargestellt, wo ich als Rezensent dieses Buchs zu verorten bin und ich kenne außer mir nur noch Oile Lachpansen, der eine ähnlich tiefe Verbindung zu dieser Band pflegt wie ich.

Ende letzten Jahres erschien im Hannibal Verlag (zuvor noch nie davon gehört) zum 50jährigen Jubiläum ein wunderschönes, opulentes Werk mit einer akribischen, professionellen und höchst umfangreichen Sammlung von Albumcovern, Live-Fotos und sehr viel weiterem Bildmaterial aus der beeindruckenden Schaffenszeit der Band, alles ergänzt durch Texte in angemessenem Format. Persönlich bin ich dem Herausgeber Martin Popoff für seine, sicherlich zeitintensive, Arbeit äußerst dankbar, denn jetzt kann ich meine bisherige „KISS-Bibel“ mit chronologischer Aufarbeitung (eine Spezialausgabe der Zeitschrift ROCKS) endlich einmotten und diesen famosen und toll aufgemachten Prügel zum Angeben ins Regal stellen. Eine riesige Kollektion toller Bilder, jede Platte wird unter die Lupe genommen, Merchandise vorgestellt und jegliche Phase durchleuchtet.
Ich selbst bin ja großer Fan der ungeschminkten 80er Glam-Rock-KISS, die waren zwar damals nicht so erfolgreich wie die Jahre zuvor aber Alben wie Unmasked oder Hot in the Shade sind einfach brutal geile, sleazige Hardrock-Alben mit damals zeitgenössischer Produktion und sogar gelegentlichem Synthie-Einsatz und zudem ist das alles catchy as fuck - Gebt euch mal die komplette Crazy Nights, da sind nur Hits drauf die man locker in jedem 80er Sportlerdrama für die Trainingsmontage verwenden könnte. Das bockt einfach immer noch übel.

Was auch bockt ist, dieses Buch durchzublättern, denn eine detailreichere und liebevollere Dokumentation in Druckform habe ich über KISS ungelogen noch nie in den Händen gehabt. Hinzu kommen die Texte eines wahren Fans, denn Martin Popoff lässt ungeschönt seine Gedanken über die ein oder andere Entscheidung der Bandmitglieder kreisen (bspw. die Aufnahmen zum, für mich ebenfalls rätselhaften, Stoner-Grunge-Album Carnival of Souls).
Also ganz ehrlich Leute, wenn ihr nur ein bisschen was mit dem Universum von KISS anfangen könnt, greift hier auf jeden Fall zu oder macht einem Fan ein wirklich schönes und ungemein wertiges Geschenk!

Lux 03/2024
Martin Popoff - 50 Jahre KISS

Stil: Hardrock, Heavy Metal, Rock, Blues, Grunge, Disco
VÖ: 11/2023, Buch, Hannibal Verlag



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