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Kÿhl:
Nach Strich und Faden

Wow, ne Screamo-Platte! 

Dass ich das letzte Mal eine aufgelegt hab, is ne ganze Weile her. Trotzdem damals ne wichtige Phase und so und die war für mich stets begleitet von der Band KŸHL, zurecht! 

Kennen und sofort lieben gelernt haben wir uns an einem arschkalten Wintertag irgendwann 2015 im legendären, aber stets unbeheizten Haus in Kassel. Danach verabredeten wir uns unzählige Male für ein Wochenende, oder eine Woche in meiner Karre, um durch Schland und Österrrrreich, gar bis nach Frankreich zu düsen. Irgendwann verloren wir uns ein bisschen aus den Augen, wohl auch weil meine diese Phase endete und naja Pandemie halt.

„Nach Strich und Faden“ knüpft musikalisch im Wesentlichen an frühere KŸHL-Alben an. Frickelig, wirsch und rauschig, weitestgehend auf gewohnte Songstrukturen scheißend und stets maximal low-fi. Chaotisch zerschneidende Breakdowns fallen in groovige perkussive Parts zusammen. Wärmende, versöhnlich wirkende Zuppelgitarren-Parts mit cleanen Vocals türmen sich auf zu schichten-dicken Abrissbaggern. All das vorgetragen in einer Ineinander-Verwobenheit, die wohl nur entsteht, wenn sich zwei Instrumente begegnen, die gelernt haben maximal ineinander zu greifen, sich ineinander zu verzwirbeln, nur um sich dann stückchenweise wieder voneinander zu entfernen, stets mit dem Ziel das jeweils andere nachzuziehen. 

Genau das ist es, was mich an KŸHL stets begeistert hat. Rhythmus, Intonation und Dynamik ist für mich absolut einzigartig. 

Die Vocals, mehrstimmig drüber gesetzt und doch liebevoll eingebettet, übernimmt auf „Nach Strich und Faden“ größtenteils eine für mich neue Stimme, was mich als Fan der frühen Stunden dieser Band etwas sehnsüchtig stimmt, aber dennoch überzeugt.
Waren die Texte auf dem letzten Album „Drittweltstrauma“ auch schon eindeutiger, als auf meinem Lieblingsalbum „Saus & Braus“, welches lyrisch noch sehr metaphorisch, eher diffus gehalten ist, beschäftigt sich „Nach Strich und Faden“ ganz offensiv und sehr klar mit der mannigfaltigen Beschissenheit der Dinge, samt einem zweifelnden Individuum inmitten dieser Gesamtscheiße. Abgerundet wird dies durch die Gastvocals von Sabrina (Ex-Lügen) und Carlie (Malatesta).

Ich kann mich für diese Band immer noch begeistern und das vor allem wegen des Sounds. Der klingt nach live, nach unperfekt, fragil und ist in sich gerade dadurch ausgereift und genau so gewollt, zumal die Platte scheinbar in kompletter Eigenregie aufgenommen und gemischt wurde.  

Danke KŸHLies und auf bald!

Hörprobe:
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Kyhl
Musikstil: Punk, Screamo, Hardcore
Herkunft: Dresden
Homepage: http://kyhl.bandcamp.com/
Kyhl - Nach Strich und Faden

Stil: Screamo, Skramz, Lo-Fi
VÖ: 09.09.2023, Vinyl, Tape, Digital, Trace in Maze


Tracklist:

1. ….
2. Phrasenpflaster
3. Kontakt
4. Blühen und Welken
5. Schönheit
6. Städte und Salz
7. Mantra
8. Kratzer


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