Frei Schnauze!:
Hunger
Frei Schnauze! haben ja bereits für reichlich Aufwerksamkeit gesorgt, als die Ostberliner einen kleinen großen Zwist mit einer nicht nennenswerten österreichischen Kapelle hatten. Jedenfalls war ich schon gespannt, was die Jungs so musikalisch noch drauf haben, als sich mit Grauzonenaffen zu zanken.
"Hunger" heißt das Erstlingswerk und kann sich vom Artwork her wirklich sehen lassen, da es vom Design her nach JaKa aussieht und damit punktet man bei mir direkt. Sehr amüsant ist auch das Logo auf dem Backcover:"Musiker und Veranstalter - Sklaven der Gema". Kann sich rundum sehen lassen.
Inhaltlich werden eher die Fäuste gezeigt, als das der Zeigefinger gereckt, will heißen, die Mucke geht voll auf die 12! Schön aggressiver Hardcorepunk mit auflockernden Ska-einlagen. Jeder bekommt auf dem Silberling (leider nicht auf Wax) sein Fett weg, ohne zu Platt zu wirken, wie z.B. bei "Vor und zurück" (wir ertrinken in Informationen und doch dürsten wir nach Wissen, sind miteinander vernetzt und kämpfen dennoch stets allein, wir ernähren uns gesund und doch wird geistig dünn geschissen, haben Erkenntis gewonnen und sehen dennoch nichts ein). Eingängig, nicht dumm und doch direkt, quasi ein sauberes Stück Hardcore, den ich mit Rawside, Hausvabot oder auch Paranoya aus Hamm vergleichen würde. Einziger "Mangel" an der Scheibe sind die fast grenzwertig häufigen Skaparts. Mit Sicherheit werden diese Parts aber auch live wenig Verschnaufpausen für den pogowilligen Mob bieten und sind so zu verschmerzen.
Gelungen, weitermachen!
Kommentare:
bisher keine Einträge