Es wäre wirklich blöd wenn diese Veröffentlichung irgendwie untergeht, dafür hab ich das Demo-Tape von DRUCK aus Frankfurt in den letzten Wochen viel zu häufig mit Genuss gehört. Die Kassette erschien unlängst auf KINK Records und sollte eigentlich bei allen überzeugten Hardcorefans von TURBOSTAAT, KAPUT KRAUTS und Co. am Ende des Jahres in der Bestenliste landen. Raue und sehr präsente Gitarren, straightes Schlagzeug, Brüllstimme und eine durch und durch dystopische Atmosphäre. Jetzt nicht unbedingt lockere Sommermucke aber dafür sicherlich genau der richtige Soundtrack wenn uns bald ein matschiger und grauer Herbst ereilt (was ich befürchte und dann werden wir uns die 5000° Terrorsonne wieder zurückwünschen). 6 Songs, alle top und alle schwermütig und extrem hart durchgeknüppelt, nicht ganz so hoffnungslos wie bei KONTROLLE aber irgendwie eine ähnliche Stimmung im eigenen Selbstverständnis. Bei den ersten Hördurchgängen dachte ich an die Finnen MANIFESTO JUKEBOX und mittlerweile spielen DRUCK für mich in ihrer eigenen Liga. Für manche Freund*innen des düsteren Indie-Punk vermutlich zu gnadenlos, für mich genau die richtige Angepisstheit im Tapedeck und nach den von mir hier auf Bierschinken bereits besprochenen OK NEIN, FRACHTER und KNARRE eine weitere deutschsprachige Band über deren Entdeckung ich mich so richtig freue.

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