Popperklopper ist eine Band aus der Eifel und könnte beim ersten Lesen mit Popperverklopper verwechselt werden. Dies ist jedoch ein Song von Daily Terror und hat nicht viel mit Popperklopper zu tun. Laut eigener Aussage handelt es sich bei „Schöne raue Welt“ um das bereits 12. Album, auf dem Punkrock und Rock'n'Roll-Einflüsse vereint werden. Davon habe ich nur sporadisch etwas mitbekommen.
Textlich singen Popperklopper über Rassismus, Patriarchat, Kultursterben und Ängste. Manchmal klingt es durch das Pressen des Textes in ein Reimschema etwas plakativ. In den Strophen dominiert eine düstere aggressive Stimmung, was den Songs sehr gut steht. In den Refrains gehen die Songs musikalisch auf, und werden eher melodiös. Die Arrangements sind mir etwas zu überfrachtet. Ein Solo weniger und die Wiederholung des Refrains am Ende hätte was.
Halbmast ist ein guter Opener für das Album. Intros mag ich eigentlich nicht, aber hier passt es ganz gut rein.
Bei dem Song „Cattenom“ erinnert mich der Refrain-Gesang zumindest zu Beginn an Pascows Mailand. Ob das Absicht war, und geht das nur mir so?
Im weiteren kommen in vielen Songs viele Ohhs und Ahhs, die melodisch sehr stark in Richtung Feine Sahne Fischfilet gehen. Diese Mitgröl-Parts gefallen mir, wahrscheinlich wegen der Nähe zu FSF, nicht so gut.
Der Titeltrack „Schöne raue Welt“ ist sehr gut arrangiert, mit knapp 4 Minuten aber unnötig lang. Warum? Die kürzeren Songs wie „Nicht allein“ haben diesen Ballast nicht. Die Energie geht dabei nicht verloren.
Insgesamt ist „Schöne raue Welt“ ein sehr glattgebügeltes Album, dem aus meiner Sicht ein paar mehr Ecken und Kanten gut stehen würden. Aber hört doch einfach selber mal rein. Meine Empfehlung: Schöne raue Welt und Nicht allein.

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