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V.A.:
Für Immer 16: But Alive Tribute

Wenn man auf But Alive steht, ist das hier ein gutes Teil!

Ich hatte ja woanders schon geschrieben, dass ich finde But Alive, seien inzwischen bisschen aus der Zeit gefallen in ihrer Lehrerhaftigkeit. Da zähle ich auch solch Hamburger-Schule-Opas wie Tocotronic, Kettcar und Konsorten dazu und, ja, ich habe da durchaus schöne Erinnerungen dran. Irgendwo im Vorort im Partykeller der Eltern einer Freundin jene CDs einzulegen. Am Fliesentisch zu rau(s)chen und V-Plus und Jägermeister durcheinander zu trinken und für immer 16 sein.

Auf eben dieser Nostalgiewelle schwimmt ja im Moment vieles in den Kultur- und Subkultur-Landschaften, alles muss sich wiederholen und immer reproduziert werden. In dem Fall “But Alive” zündet das aber. Die Songs sind ja schließlich irgendwie gut und bei den Covern hier sind kaum Stinker dabei.

Ich geh jetzt nicht die einzelnen Songs durch, sondern teile mal ein paar Gedanken, weil das wirklich ein wilder Mix ist.

Die Band „Sterbt alle“ ist fast auf jedem zweiten Song vertreten, die haben das ganze wohl zu verantworten und brauchen Klicks.

Der Song “für immer 16“ ist gleich zwei mal drauf. Schlechte Absprache? Einmal mit Guido von den Donots und Beppo von den Hawaiians und dann nochmal mit Duesenjaeger und (wieder) “Sterbt alle” und ich höre bei beiden Titeln die Münsteraner nicht heraus. Eine richtige Duesenjaeger-mäßige Version wäre mir richtig gut rein gegangen, mit Jan am Gesang und bisschen Octa Chords und hymnischer Ohhh... ich dachte beim Hören, es sei die Band H.I.T. vom Style, daher jammern auf hohem Niveau...

Viele Songs sind mir zwar auch ein bisschen zu samy, weil für mich eine Neuinterpretation nicht einfach, „Songs nachspielen“ oder „anders produzieren“ sein sollte... Andererseits gefallen mir die paar Ausreißer dann auch am wenigsten. Der Antilopen Gang Song zum Beispiel, der kommt richtig Low Effort mäßig rüber im Vergleich.


Geil wäre sogar, wenn das Ganze noch mehr ausreißen würde, wenn jeder Song ein anderes Genre wäre: Hyperpop, Hi-Tech und Cloud Pop, hätten das Ding vergoldet.

Aber wie anfangs geschrieben, es ist eben konservativ von und für alte Leute gemacht, die But Alive auch kennen, und nicht um irgendein neues Publikum dafür zu begeistern. 

Für immer 40 :D

Dubiosa 09/2026
Punkrock, Post Punk
aus Osnabrück
Rock
aus Ibbenbüren
Surfpunk
aus Düsseldorf
Punk'n'Roll, Pop Punk
aus NRW
V.A. - Für Immer 16: But Alive Tribute

Stil: Punk-Cover
VÖ: 01.05.2026, Vinyl & digital, Sterbt Alle Records


Tracklist:
1. N.T.Ä. feat. Flo Pascow – Ohnmacht
2. Bitume – Weißt nur was du nicht willst
3. Rodi & Im Taxi Rauchen – Korrekt
4. Guido Donot & The Hawaiians – Für immer 16
5. Inner Conflict – Aus und vorbei
6. Schwefel+ & JayJay – Nur Idioten brauchen Führer
7. Catbreath – Wir werden
8. Violent Instinct, Männi & Joghurt ohne Gräten – Nie mehr zurück
9. Tag/Ohne/Schatten feat. MIGHT – Für uns nicht
10. FLOMB! – Sie war sie ist sie bleibt
11. Koljah (Antilopen Gang) – Betroffen aufessen
12. Hell & Back – Das sind die 90er, Baby
13. duesenjaeger – Für immer 16



Kommentare:

Lux 👤
23.09.2026 15:27
Die "Band" STERBT ALLE ist in diesem Fall das Label (benannt nach der gleichnamigen Hammerhead-Doku) um den Saarländer Mike L. welcher die aufregendsten Sprachnachrichten der Welt verschickt.
Dubiosa 👤
23.09.2026 17:28
War bisschen verwirrt von der Beschriftung und Künstlerliste bei Spotify + der Sticker klebt auch überall auf Klos, daher dachte ich es sei ne Band.
Lux 👤
23.09.2026 20:12
Passiert. Ich persönlich fand den Sampler auch ziemlich enttäuschend und finde dass nur Koljah und Hell & Back ihre Jobs gut machen. Außerdem hätte man da doch auch 1. ein paar interessante Label-Bands vom Grand Hotel fragen können (z.B. Kochkraft durch KMA) und 2. wie du schon meintest, auch mal was außerhalb des Punk- und Indie-Genres.
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