Malum Persicum:
Desjatj Let
Malum Persicum aus Tübingen betiteln sich selbst als Funpunk-Band, die, angestachelt von dem damaligen Erfolg der Nachbarn Wizo, vor 10 Jahren beschlossen, auch einfach mal eine Band zu gründen. Ich gebe zu, dass der beiligende Zeitungsartikel durchaus mein Interesse geweckt hat. Es wird von verschiedenen Musikstilen in diversen Sprachen und einer Osteuropatournee berichtet, das Ganze gewürzt mit kleineren Anekdoten. So weit, so gut. Allerdings kann die Musik (das immerhin schon 3,5te Album) nicht ganz die geweckten Erwartungen erfüllen. Die Musikstile sind derart durcheinander gewürfelt, dass der Platte in meinen Augen so etwas wie ein roter Faden fehlt. Klassische Punkstücke wie "Stille Post" oder "Tomorrow" werden unterbrochen durch Songs wie dem durch seine Elektroanleihen an The Prodigy erinnernden Stück "GGT 172". Dann wieder gibt es Lieder wie "Vodachki Butylochka" (auf russisch/deutsch)), das auch auf jeder Balkan-Beats-Party gespielt werden kann. Hat man sich gerade an einen Stil gewöhnt, muss man sich beim nächsten Song wieder umstellen. Kann interessant sein, ist mir persönlich aber zu anstrengend. Einige Songs sind echt gelungen, nur die Kombination kommt bei mir nicht richtig an...
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