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Absaufen verhindern: Zeche-Carl-Soli mit Mark Foggo's Skasters, One Bullet Left, Alpha Boy School am 13.09.2008 in Essen

Mark Foggo's Skasters, One Bullet Left, Alpha Boy School am 13.09.08 in Essen

Die Zeche Carl in Essen soll geschlossen werden. Naja, Clubschließungen greifen ja eh um sich. Aber ausgerechnet die Zeche Carl, kulturelles Aushängeschild der "Kulturhauptstadt 2010" Essen? Irgendwas stimmt da doch nicht...meine Lieblingslocation wars zwar nie, aber sowas kann ja echt nicht sein. Nun denn, spontan gibt es ein Soli-Festival, also hin. Alexej und Holdy kommen mit, und während wir uns köstlich amüsieren über die intensiven verfloskelten Gespräche der Fußball-affinen Mitfahrer im Zug, erreichen wir irgendwann Altenessen. Wusstet ihr, dass die 3:3 gespielt haben? 0:3 aufgeholt! Zwei rote Karten! Elfmeter! Der Schiri is schuld!
Wir kommen zwar pünktlich an, als laut Zeitplan Anarchist Academy spielen sollen, aber die sind schon längst zugange als wir da sind. Politischer Hiphop, ganz okay. Aber wir halten uns lieber vorm "Nicht mehr schlucken"-Plakat auf. Oder heißt es "Nicht mehr Feuer schlucken"?
Dat Konzert heute is Open Air, wodurch ganz angenehm die Nachbarschaft überschallt werden kann, so dass man noch im nahegelegenen Supermarkt was hört. Erste relevante Band: Mark Foggo's Skasters aus den Niederlanden, packt die Holzschuhe aus! Oder Tanzschuhe!
Als alter (sehr alter) Altenessener ebenfalls anwesend: Der Maks. Inzwischen haben sich in dem Krautgeschwür, was ihm von der Rübe wächst, schon diverse Viecher eingenistet, wie hier dieser Grashüpfer.
Mark Foggo is ja bekannt als absoluter Entertainer. Der könnte allein durch seinen stechenden Blick die Essener Stadträte überzeugen, die Zeche Carl fleißig zu bezuschussen. Aber is anscheinend keiner von da heute. Mark Foggo freut sich jedenfalls auf viele weitere Auftritte in der Zeche Carl, na wollen wirs mal hoffen.
Publikum is natürlich auch ein wenig da, außerdem ein paar Stände für Bier, Bratwurst und Krautfrikadelle. Und eine Unterschriftenliste, ganz wichtig! Für den Erhalt der Zeche kann man übrigens auch online petitionieren, hopp hopp!
Die Skasters werden fleißig abgefeiert, alle Ska People am Tanzen. Juhu. Ich persönlich finde Mark Foggo nach einiger Zeit anstrengend, letztens aufm Force fand ich den Auftritt besser. Aber is wohl tagesformabhängig. Also von meiner Tagesform, an der Show ändert sich ja nicht so viel.
Nach dem Auftritt gehts mal wieder zum Supermarkt, schließlich hat der bis 22 Uhr auf und ein bisschen Bewegung schadet ja nie. Zwischendurch stellen wir noch fest, dass die Essener Stadtbetriebe anscheinend nicht mal wissen, wie die Zeche Karl denn nun eigentlich geschrieben wird. Lustig.
Nächste Band: One Bullet Left. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht. Und wenn man so das Publikum zählt, gibts da so einige die das nicht interessiert. Komische Planung, zwischen zwei Ska-Bands eine Metalcore-Band zu setzen. Muss man wohl nicht verstehen...
Jau, musikalisch is das sogar ziemlich amtlich, geht geil nach vorne. Der Gesang is mir aber viel zu bollo-mäßig, Krächz-Geschreie und so, da hab ich schon angenehmere Stimmen gehört.
Endgültig vorbei isses dann aber, als die Band tatsächlich bei den wenigen Zuschauern (darunter noch weniger, die sich überhaupt bewegen) einen Circle Pit starten will - passiert natürlich erstmal nichts, bis zwei Leutchens schließlich ein wenig aggressiver tanzen. Puh. Also dass das nicht grad so das Metal-Publikum hier is, hätte man sich ja denken können...
Dafür mehr Ska-Publikum! Und das füllt den Platz auch wieder ganz gut, als Alpha Boy School anfangen. Inzwischen gehören die Jungs wohl klar zu dem Besten, was dieses Land Ska-mäßig so zu bieten hat, zumindest hier im Ruhrgebiet dürften sie wohl die Sperrspitze darstellen.
Lecker tanzbar und immer wieder spaßig, spielen ja auch ständig irgendwo. Mit frischem Album im Gepäck wird ordentlich eingeheizt, ohne dabei die Klassiker zu vergessen.
Allerdings heizt sich die Stimmung im Publikum irgendwann auf, als ein paar Typen anfangen wollen, Stress zu schieben. Ob das jetzt Nazis waren oder ganz "normale" Hohlköpfe, keine Ahnung, zumindest halt irgendwie auf Provokation aus. Aufgebrachte "Nazis raus"-Rufe sorgten immerhin dafür, dass die Idioten sich an den Rand zurückzogen, aber so ganz wohl war uns in der Situation nicht.
Naja, irgendwie ignorieren, schließlich sind wir nicht hier, um die Kultur den Bach runtergehen zu sehen. Sondern eben, um die Kultur zu unterstützen, insbesondere am heutigen Tage den Erhalt der Zeche Carl. Wie das mit dem Laden weitergeht wird dann die Zukunft zeigen...wahrscheinlich reißt sich das irgendein privater Investor unter den Nagel und baut ne Großraumdisco.
Gegen 22 Uhr ist der Auftritt dann vorbei. Hm, noch ein wenig Krawalltourist spielen oder abhauen? Manuel is mit Auto da, also fällt die Entscheidung leicht. Ab ins Auto, zurück nach Dortmund. Holdy und ich wünschen uns auf der Fahrt selbstverständlich die Sondaschule, um das Niveau noch ein wenig zu heben.
So, ab nach Hause.

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