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Betrunken im Klappstuhl, Hagbard Celine, Knochenfabrik, Superfreunde am 28.02.2009 im Engelshof, Köln

Betrunken im Klappstuhl, Hagbard Celine, Knochenfabrik, Superfreunde am 28.02.09 in Köln

Sag niemals nie! Bekanntlich gibt es Betrunken im Klappstuhl seit halben Ewigkeiten nicht mehr, aus gutem Grund natürlich, wir können einfach unsere Fans nicht ausstehen. Bis auf drei: Thomas, Frank und Dirk. Was liegt da näher, als einfach für die drei ein Exklusiv-Konzert zu geben, wo die doch eh alle im selben Zeitraum Geburtstag haben. Fantastische Idee! Aber leider habense auch noch andere Freunde, und die sollen doch auch auf die Party kommen dürfen. Hm, nagut. Und andere Bands auch noch. Hm, nagut, hauptsache Freibier. Deswegen dürfen wir uns heute die Bühne teilen mit Knochenfabrik, den Superfreunden und Hagbard Celine. Wenn das mal kein anständiges Line-Up ist!
Also los! Und da wir so zerstritten sind, reisen wir auch getrennt an. Gibt ja eh nur wieder Gerüchte, wenn man uns zusammen in der Öffentlichkeit sieht. Damit das mal klar is: Das heute ist ein einmaliges Reunions-Konzert, wird es nie wieder geben! Ätsch!
Der Engelshof füllt sich nach und nach, das versprochene Freibier is leider nur Kölsch - aber immerhin schaut die Bewirtung freundlich. Hier sindse, unsere Geburtstagskinder. An dieser Stelle übrigens schönen Dank an Mike und Bönx für Fotos!
Da Hagbard Celine sich verspäten, müssen wir Opener machen. Ich beschließe spontan, doch wieder aus der Band auszusteigen, weil ich keinen Bock habe. Aber hm, was steht denn als Ersatz zur Verfügung? Der hier is zu verkrampft...
...und der zu cool. Nee, so wird das nix. Immer diese Amateure. Soll ich euch mal zeigen, wie ein amtlicher Betrunken-im-Klappstuhl-Bassist aussieht?
Genau, so! Jawoll! Ein weiteres Kapitel unserer Historie wird ausgepackt, für diesen Auftritt wurde gerüchteweise sogar geprobt, auch wenn ich das immer noch bezweifle. Songauswahl vom Feinsten, das Publikum frisst uns schon bald aus der Hand.
Und, wers noch nicht gesehen hat: Wir haben ein neues Bandmitglied! Mirella alias Marilla, die bei unserem Abschiedskonzert schon die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert hat, is ans Keyboard gewechselt, um unseren Sound zu vollenden. Absolute Krönung! Zeit für eine Runde "Final Countdown"!
Und so gehts dann weiter. Unsere sämtlichen Hits wurden komplett umarrangiert, um den Zuschauern nur das beste bieten zu können. Deutschpunk trifft Klassik, Alkohol trifft Techno, Europe trifft Betrunken im Klappstuhl! Extra für unsere Geburtstagskinder treten wir heute sogar mit Sänger auf.
Den Geburtstagskindern gehts hoffentlich gut. Zumindest Thomas guckt begeistert.
Wer is noch begeistert? Achja, unsere treuesten Anhänger Gesa und Lönsen, die hier gemeinsam mit der Band die Überhymne "Lili" schmettern dürfen. Sowieso eine Frechheit, dass Lili selbst heute nicht gespielt haben.
Wie war dat noch mit dem Proben? Damit wir die Songs fehlerfrei spielen können, hat Phil sich ein Metronom gekauft und zuhause liegen gelassen. Dank modernster Technik kriegt er aber den Takt wieder drauf.
Natürlich verlassen wir uns nicht nur auf die Technik, sondern auch auf (schäumendes) Bier und Jägermeister. Sind ja keine Anfänger. Trinkpause!
Noch ein wenig posen, dann is aber auch mal gut. Spielen schließlich noch andere Bands heute Abend.
Klappt aber nich, das Publikum will tatsächlich ne Zugabe! Bilden wir uns jedenfalls ein. Also nochmal Lili, wir sind uns ja für nix zu schade.
An frischen Merchandise-Artikeln haben wir heute unser BiK-Songbook dabei, alle unsere Tophits zum auf Klavier nachspielen. Ja, die Wünsche unserer Fans sind uns wichtig. Unsere Fans selbst aber nicht.
So, dann reichts aber auch. Galant verbeugen wir uns vorm tobenden Publikum. Ab in den Staub, niederes Gewürm. Oder, ach, wat solls, eine Zugabe geht noch.
Als Zugabe schicken wir einfach die duften Typen von Hagbard Celine auf die Bühne, die sind nämlich inzwischen auch angekommen. Habbich ja noch nie gesehn, also kriegense heute ne Chance. Anders als wir wurden sie nicht von Europe und Kraftwerk inspiriert, sondern vermutlich von Knochenfabrik.
Und Sänger Chris de Bargh hat auch ne amtliche Stimme, die mir aber zugegebenermaßen auf Platte mehr zusagte, aber vielleicht is auch einfach der Sound hier in diesem Kellerbunker etwas fürn Arsch.
Heutige Erkenntnis: Weissen trinkt dieset Viez-Zeux sellba nich! Pah! Komm du mir noch einmal mit dieser Plörre an und ich schieb dir die sonstwohin! Ich hab ihm nämlich ganz perfide ausgeklügelt n Glas Viez inne Hand gedrückt, als er nach Bier schrie. Dementsprechend auch der Blick hier. Ha!
Ja, und sonst? Ein paar Lieder der Kapelle kenn ich ja, ebenso wie Richy. Und ein bisschen Publikum hat sich die Band eh sellba mitgebracht. Also alle fleißig mitgrölen: "Bei uns schneits auch im August, dass das nicht normal ist war uns nie bewusst". Also ehrlich, großartige Lüerik. Auch wenn sich der Sinn mir entschließt.
Ich bin heute mal wieder ganz Profi und drück die Kamera Keith in die Hände, soll der sich doch selbige wundschießen. Er meint, er müsse UNBEDINGT ein Foto vom Drummer machen, weil der die ganze Zeit so guckt als würde er uns jeden Moment alle umbringen. Äh. Jau. Scheiße, ich muss weg.
Soviel zu Hagbard Celine. Netter Auftritt, der etwas unter dem unmotivierten Publikum zu leiden hat, na da bin ich mal gespannt was sie in ein paar Tagen vor heimischem Publikum hinliefern...
Und dann? Zeit für die Hauptband des Abends: Knochenfabrik sollen ja noch spielen! Am Bierstand wird so ziemlich jedes Mal, wenn ichn Glas will, gerade das Fass gewechelt. Und ich vermute mal dass das nicht an mir lag, ständig warnse nur am Zapfen da. Und das wo Arbeit doch scheiße ist.
Aufgrund der Bier-Prioritäten verpasse ich dann auch das "Intro" von Knochenfabrik: Ein Typ singt irgendne DDR-Hymne. Hab ich mir später sagen lassen. Aber obwohl nicht gesehen, hier ein Foto davon, weil ja so viele Kameraleute unterwegs sind heute.
So, Zeit für Knochenfabrik! ICH HAB MIR FUCK OFF AUF DEN ARSCH TÄTOWIERT! Aus der ursprünglichen Ankündigung, letztes Jahr nur 4 Konzerte zu spielen, wurde ebensowenig wie daraus, nur letztes Jahr zu spielen. Naja, mich solls nicht stören. Die Deutschpunkhelden der Neunziger legen den Engelshof auseinander.
Aber die Neunziger sind vorbei, heute ist man moderner: Die Setlist steht ausschließlich auf den Handys der Musiker, also wird nach jedem Song geguckt was denn jetzt so dran is. Großartig!
Im Publikum selbstverständlich kein Halten mehr, der kleine Kellerraum platzt gleich, mitsingen tunse auch alle und Textsicherheit erwartungsmäßig höher als bei Claus. Großartig, unvergleichlich, es kommt wirklich Hit nach Hit!
Muss man noch irgendwat dazu schreiben, wie geil diese Band ist? Jeder einzelne Song eine Hymne, wie sie kaum eine andere Band je hingekriegt hat. Und heute bestens aufgelegt. Kann man sowieso nicht vergleichen mit sonem Festivalbühnen-Auftritt. Geil Geil!
Kommt auch näher dran als das, was man sich so von den Knochenfabrik-Auftritten "damals" erzählt - die Band is betrunkener und die Songs werden ständig verkackt. Fantastisch.
Besonderer Dank gilt natürlich Dr. Dr. Dr. Frank Kremer! Man wird schließlich nur einmal 30, wie Claus feststellt. "Es sei denn man wird 60, dann wird man zweimal 30"
  So, ich schieb noch ein Video hinterher. Auch wenn man wenig sieht und wenig hört, hähä. Knochenfabrik spielen nach Handy-Befehl "Der jüngste Tag" und verkacken es selbstverständlich.
Auch ansonsten gehts in dem Stil weiter. Hit an Hit, es wird gegrölt, es wird gelacht - und natürlich fleißig SMS verschickt. Oder direkt angerufen. Is ja eigentlich auch die bequemste Art, seine Songwünsche loszuwerden.
Bestens aufgelegtes Publikum, alle Hits mitgeschmettert, großartig! Schwerstens angetan! Großartige Band!
Muss dann also auch reichen mit den Bildern. Selbstverständlich gibts "Grüne Haare" und "Filmriss" zum Schluss, etwas Kontinuität muss ja sein. Ganz große Klasse! Bis nächste Woche!
Und heiß wars anscheinend auch, nich wahr Achim?
Wieder zurück zur Theke. Da gibts das Übliche: Nämlich Bier. Allerdings nicht unbedingt in solchen Massen wie noch zuvor, weil sämtliche Gläser verschwunden oder zerstört sind. Hoppla. Nagut, muss das Bier halt in den Eimer.
Zeit für die nächste und letzte (und betrunkenste) Band! Die mächtigen Superfreunde dürfen mal wieder in Köln spielen! Das erste Mal live erleben durfte ich die Superfreunde übrigens vor etwa 5 Jahren - und zwar genau hier, im Engelshof Köln-Porz. Hach, ich mag Jubiläen.
Zunächst hat die Band aber damit zu kämpfen, den Alkoholpegel von Husi zu erreichen. Der hat augenscheinlich schon auf der Hinfahrt alles gegeben, ein Wunder dass er den Bass noch halten kann. Er selbst muss ein wenig gestützt werden.
Auch nicht der fitteste: Bauer Bühl. Mit schickem Unterarmtattoo
Gaststars dürfen heute natürlich auch nicht fehlen, hier intonieren Beni und der Schubbert das einzigartige "Lokenbach Fuck Off" - sind wir nicht alle ein bisschen Schubbert?
Bauer Bühl hat sich inzwischen anscheinend auch schon ganz verabschiedet. Is halt ne Diva, kamman nix machen.
Was weiß ich sonst noch über den Superfreunde-Auftritt? Nix mehr. Wie immer, alle betrunken. Das Publikum braucht erstmal wieder ein wenig, um aufzutauen. Die Hälfte is anscheinend eh nach Knochenfabrik abgehauen, die anderen suchen anscheinend immer noch Gläser, um an der Theke neues Bier zu kriegen
Was dann von betrunkenen Husis sofort wieder weggeschüttet wird. Undankbares Pack!
Ach, da is ja die Bühl wieder. Wo war die denn hin?
Nagut, als krönender Absch(l)uss jeder Superfreunde-Show darf natürlich die Polonaise nicht fehlen! "Dass wir Rumänen sind, das weiß ein jedes Kind!"
Und ohne Gaststars kommt man heute auch nicht mehr aus: Guido Molzberjer höchstpersönlich darf den Superfreunde-Song singen. Ein Fest für die Sinne!
So, reicht dann aber! Runter von der Bühne, jetz wird gesoffen! Schließlich wär da noch was zu erledigen - Geburtstag feiern!
Also Konservenmucke an und Metallermähne schütteln. So, das war dann auch mal wieder ein viel zu langer Bericht mit viel zu vielen Fotos, der dafür umso weniger Bock gemacht hat geschrieben zu werden. Ja, man hats nicht leicht. Ich schreib den eigentlich auch nur, damit ihr aufhört danach zu schreien.
Und hinterher muss ich mir wieder anhören, ich hätt die falschen Fotos rausgesucht. Naja, wat will man machen. Et scheint nit jeden Tach die Sonne.

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Bönx

05.03.2009 09:01
Schöner Schlußkommentar, ich hatte doch so schöne Fotos vom Neiß gemacht....nänä!

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