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Muff Potter, Chris Wollard & The Ship Thieves, Drag The River, 08.12.2009 in Düsseldorf, Zakk - Bericht von Fö

Muff Potter, 08.12.09 in Düsseldorf

Heute mal wieder was Spontanes. Also, relativ. Der geile und gutaussehende Mansmann ruft an, ob ich ihm nicht ein wenig bei der "Arbeit" zugucken will. Super. Seine Arbeit besteht daraus, sich zulaufen zu lassen und ab und zu seine Kamera auf die Bühne zu richten - und das was dort passiert ist, unter uns gesagt, schon etwas verlockender als Mansmann beim Filmen zuzugucken. Die fabulösen Muff Potter gehen auf Abschiedstour, nehmen solch alte Helden wie "Drag The River" und "Chris Wollard & The Ship Thieves" mit und feiern ein letztes Mal mit ihren Fans. Naja, eigentlich ist heute in Düsseldorf das viertletzte Mal. Egal, kann man sich geben! Aus Ermangelung anderer Möglichkeiten setz ich mich ins Auto, kurzfristig lässt sich André noch als Beifahrer rekrutieren, los gehts gen Zakk!
Wir kommen gerade rechtzeitig rein, um noch Drag The River sehen zu können. Zu hören gibt es amerikanischen Country-Folk-Rock, nett dargeboten von zwei charismatischen Sängern mit Gitarren - gerne auch mit Band unterwegs, heute mal nur zu zweit.
Aber die beiden sind nicht gänzlich unbekannt - Jon Snodgrass spielt auch bei Armchair Martian und wird als Begleitmusiker von Joey Cape im Februar wieder durch Europa ziehen. Kommt also sonst auch eher aus der ruhigeren, wenn auch alternativen, Ecke. Das schlägt sich auch bei Drag The River nieder, mir ist das ne Spur zuuu ruhig.
Achja, der "Andere": Chad Price, ebenfalls und erst recht kein Unbekannter, er ist nämlich Sänger von All! Wahnsinn, hier geben sich die großen Musiker die Klinke in die Hand. Scheint auch ein ganz lustiger Typ zu sein, ändert aber nix daran, dass Drag The River mich nicht wirklich ansprechen.
Die nächste Band schon eher! Chris Wollard & The Ship Thieves. Chris Wollard kennt man ja von Hot Water Music, solo mit den Ship Thieves haut er nicht ganz so auf die Zwölf. Also schon wieder Musik, die etwas "ruhiger" ist. Zu meiner Freude können die Lieder live aber deutlich mehr zünden als auf CD, die Band gibt gut Gas.
Naja, die Augen sind eh fast ausschließlich auf Chris Wollard gerichtet - würde ich jetzt mal sagen. Kann ich mich ja auch nicht ganz von freisprechen, wie man an den Fotos merkt (höhö) - liegt aber einfach daran, dass ich keinen Bock hab, mich für bessere Fotos durch die inzwischen doch schon angewachsene Menschenmasse zu prügeln.
Musikalisch entfernt man sich schon stark von Hot Water Music - nicht ganz so country-lastig wie Kollege Chuck Ragan, aber deutliche Folk-Einflüsse sind trotzdem spürbar. Eine eher melancholische Grundhaltung steht im Gegensatz zu einer bestens aufgelegten Band - viel Spielfreude, gute Laune, Interaktion mit dem Publikum - ja, aber mehr noch Interaktion innerhalb der Band. Auch lustig.
Ey, Mansi! Arbeiten, nich Quatschen!
Ja, schöner Auftritt. Vor allem das Schlagzeug haut die Songs immer mal ordentlich nach vorne, da wird Druck aufgebaut der den Liedern merklich gut tut. Zum letzten Stück, ich glaube es war "No Exception", stürmt Jon Snodgrass nochmal auf die Bühne, um den Gesang ein wenig zu unterstützen.
Zeit für Muff Potter! Hatte mich ja eigentlich damit abgefunden, dass der Auftritt letztens in Dortmund mein letzter Besuch eines Muff-Potter-Konzertes sein würde - naja, so kann man sich irren. Heute nun also ein allerletztes Mal. Dafür aber nüchtern, argh! Stört mich aber bei den Zakk-Bierpreisen nicht weiter. Stand da wirklich 3,60 für ein 0,4er Becher? Fickt euch!
Jau, Muff Potter. Anfangs hatte ich wirklich Angst, dass mich das selbe Set wie in Dortmund erwartet. "Alles war schön und nichts tat weh" als Opener kennt man doch schon irgendwie. Aber is ja auch das Motto der Abschiedstour. Und Pustekuchen, über die Setlist kann ich mich wirklich kaum beklagen, knapp 2 Stunden Muff Potter liegen vor uns!
Und da wird auch insbesondere die Bordsteinkantengeschichten mal wieder rausgekramt, die man ja zuletzt etwas vermisst hat. Unkaputtbar, Take a run at the sun, Das Siegerlied - gefällt. Auch ansonsten ein schöner Querschnitt durch die letzten 5 Alben.
Naja, mir wären eigentlich die ersten 5 lieber gewesen. Höhö. Aber auf aktuelle Kracher will man wohl nicht verzichten, und das Publikum bedankt sich artig dafür. Nagel meint, wir sollen mehr Prügeln. Is ja auch ein Punkkonzert hier. Also gibts auch gut Kiddiepogo bei solchen "Singleauskopplungen" wie Fotoautomat, Allesnurgeklaut, Blitzkredit Bop - den Songs, die ich nicht mehr hören kann.
Ja, und sonst? Woran auch immer es liegt, so richtig begeistern können mich Muff Potter heute nicht. Haben sich auch den richtigen Zeitpunk ausgesucht, um sich aufzulösen - Höhepunkt erreicht, es wäre eh nur weiter bergab gegangen. Immerhin gabs mit "Gute Aussicht" noch ein respektables Abschiedsalbum, aber meine Begeisterung für Muff Potter hatte ich schon vorher verloren.
Aber einige Songs reißen doch mit. "Bis zum Mond" ist ein Kracher, "Wir sitzen so vorm Molotow" sowieso, aber als dann auch noch "Zu wenig" (von der "Schrei wenn du brennst") rausgekramt wird, muss ich doch staunen. Reißt mich zwar auch nicht mit, aber die Geste weiß ich doch zu würdigen. Ker, is dat lange her!
Zwischendurch gibts sogar noch eine unnötige Bandvorstellung (war wohl ironisch gemeint), es wird applaudiert für die Vorbands, Nagel ruft Fake-Applaus für die Lesung von Rocko Schamoni hervor und betont nebenbei seine Wurzeln: "Ich brauche keine längste Theke der Welt, weil ich Punkrocker bin" oder so. Naja, wahrscheinlich gibts seinen Lieblingswein an der Theke eh nich.
Viel mehr will ich eigentlich auch gar nicht schreiben. Kommen wir zum Höhepunkt: "Fernbedient" wurde gespielt! Ha, ihr Neider! Nein, ich nehm's zurück, es wurde lediglich angespielt, und dann noch in einer Version, die musikalisch eher auf nem aktuellen Album gelandet wäre. Egal. Hauptsache gespielt! Wir sind die schwulen Säue und die dreckigen Zecken!
Irgendwie auch schon fast zu erwarten: Zwei Zugabepausen. Man muss ja auch an die 2 Stunden kommen. Auch wenn Nagel sagt, das heute sei das bisher längste Konzert der Tour. Naja. Zu "Von Wegen" darf der Roadie mal an Nagels Gitarre, während dieser die Melodica rausholt. Hm, auch nicht unbedingt der stärkste Song der Band.
Und was ist der stärkste Song? Ich vermute mal, in einer Abstimmung würde "100 Kilo" gewinnen (oder vielleicht doch die erwähnten Singleauskopplungen?) - und so gibts diesen Song auch heute mal wieder als allerletztes Stück zu hören. Kennt man ja. Ein letztes Mal die Zeigefinger in die Luft und Schluss is. Das kanns doch nicht gewesen sein!
Naja, und nu? Die Band war schon mal überzeugender, trotzdem schön noch ein letztes Mal dabeigewesen zu sein. Nagel war auch bemüht wenig pathetisch (haha!). Sehr schön auch, heute neben dem übermächtigen Herrn Mansmann auf weitere bekannte Gesichter zu treffen: Diddy, Zari und Gesi. Super, haha!
Also ab ins Auto! Mit Zug wären wir jetzt ja eh ziemlich aufgeschmissen gewesen. Danke nochmal an Mansi für die Gästeliste, und wenn ich jetzt pathetisch wäre, würde ich sowas wie "Danke Muff Potter" schreiben. Tu ich aber nich. Ich hör lieber nochmal die Bordsteinkantengeschichten.

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gesa

09.12.2009 17:23
gesi..... dafür gehört dir kräftig irgendwohin getreten!


!

09.12.2009 18:51
ach gesi! beruhig dich.
gesa

09.12.2009 18:54
grrrrrr
)

10.12.2009 10:54
fö! gesi is sauer. sollenwa fürn t-shirt sammeln?

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Weitere Infos zu den Bands: Drag The River, Chris Wollard, Muff Potter
Location:
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Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation
Fichtenstraße 40
40233 Düsseldorf
www.zakk.de
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