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Pascow, Mr. Burns, Biestig, 01.10.2011 in Lübeck, Treibsand - Bericht von Fö

Pascow, 01.10.2011 in Lübeck

Pascow-Wochenende, zweiter Teil! Gestern im proppevollen BLA zu Bonn gefeiert, trampen wir heute nach Norden, genauer gesagt nach Lübeck! In der Stadt war ich schon das eine oder andere Mal (für meine zukünfigten Biographen: Geburtsort meiner Mutter), nur Punkrock hab ich hier bisher nicht gesichtet. Soll sich heute also ändern...
Die heutige Location nennt sich "Treibsand" und existiert bereits seit 1978. Selbstverwaltet, unkommerziell, sympathisch. Schön, dass es solche Läden noch gibt. Zumal das Treibsand nicht gerade klein ist.
Alles super also, und auch noch wirklich nette Belegschaft. Ein liebevolles Catering gibts noch obendrauf, und so können wir uns ordentlich die Bäuche voll schlagen, bevor es irgendwann los geht.
Und zwar mit BIESTIG! Pascows Labelkolleginnen aus Karlsruhe sind wohl eine kleine Ausnahmeerscheinung im hiesigen Punkrock-Biz: Bestehen nämlich lediglich aus den mittlerweile 19(?)-jährigen Schwestern Anne und Jule, die sich an Schlagzeug, Gitarre und Gesang austoben. Ja richtig, der Bass fehlt.
Das vor zwei Jahren erschienene Album "Nebenan" fand ich ja offen gestanden nicht so berauschend. Live aber doch ganz unterhaltsam und etwas punkiger als von CD, auch wenn mir der Bass wirklich fehlt. Vor der Bühne finden sich zumindest zwei eifrige Tänzer ein, die begeistert mit feiern, und die beiden Schwestern zeigen sich ganz gut gelaunt. Ansagen und Gesang übernimmt Gitarristin Jule, während Drummerin Anne gelegentliche Backings einstreut.
Kann man sich mal geben, wäre aber ohne den "och, wie süß"-Bonus wahrscheinlich zu unspektakulär. Den Zuschauern gefällts, und so wird am Ende eifrig die Zugabe herbei geklatscht. Jule entschuldigt sich, sie seien ja noch jung, und darum gäbe es nun einen bereits gespielten Song. Hach. "och, wie süß"-Bonus.
Mit der nächsten Band wird dann die Punkrock-Keule rausgeholt: MR. BURNS! Die Flensburger Band hatte ich irgendwie gar nicht mehr auf dem Zettel...bisher nie live gesehen zumindest glaube ich das, da ich mich nicht wirklich erinnern kann, ob ich die Band damals auf dem Force Attack sehen konnte, hähä. Von Platte schon ein ziemlicher Hammer, und live wird auch mächtig Druck gegeben.
Mr. Burns haben kürzlich ihren Schlagzeuger gewechselt (aus nichtigen Gründen verzichtet dieser Bericht auf die allseits beliebten Schlagzeugerfotos), der "Neue" macht seinen Job aber mehr als ordentlich. Dafür haben sich aber auch viele ältere Stücke ins Set geschlichen. Starker Auftritt, schön mitreißender Punkrock mit ordentlich Melodie und Hardcore-Tempo.
Besonders freue ich mich über das deutschsprachige "Restbestand" (Hit! Hit! Hit!), und sonst finden sich auch schön viele Perlen im Programm. "Tomorrow", "Pull The Trigger", "Virtual Hero" oder das großartige "Where Is Your Freedom", aber auch ein paar Stücke die mir nicht ganz so geläufig sind. Super Band, die definitiv öfter mal touren sollte...
Mr. Burns sind außerdem alte Freunde von Pascow, gemeinsam teilte man sich schon einige Bühnen und Bierkästen. Passt auch irgendwie zusammen, beide Bands verstehen es, gut gelaunt konstant Druck zu machen. Dreckiger Punkrock wie er sein muss. Eine Band, die ich mir liebend gerne nochmal geben würde.
Weiter gehts mit PASCOW! Den Arbeitstag am Merchstand kann ich mir heute mit Safi teilen, wodurch der Abend etwas entspannter verläuft und ich sogar mal ein wenig Zeit vor der Bühne verbringen kann. Juhu! Zumindest die erste Hälfte des Konzertes genieße ich hier vorne.
Basser Flo McKracken plagt dieses Wochenende übrigens der körperliche Verfall: Eigentlich müsste er gerade wegen Bakterienbefall das Krankenbett hüten, hat das aber einfach mal ausgeblendet um diese Tour nicht ausfallen zu lassen. Respekt! Merkt man auf der Bühne maximal daran, dass er etwas weniger rumspringt. Sonst aber ganz der Alte!
Etwa 100 Gäste haben den Weg ins Treibsand gefunden - darunter ein beachtlicher Anteil, die den Weg aus Hamburg, Kiel (ja, die famosen Nüsschenboys sorgen artig für Elektrolyte!), Flensburg und anderen nordischen Städten auf sich genommen haben. Hätten noch mehr Leute reingepasst, aber so lange die Anwesenden ordentlich feiern, merkt man davon nichts.
Und so prasseln wacker unzählige Mitgröl-Kracher auf die Meute. Immer wieder hält sich Alex auch gekonnt zurück und lässt das Publikum brüllen. So schallen Textzeilen wie "Paris fällt" oder "Danke Duesenjaeger" direkt mal unverstärkt, aber dafür aus 100 Kehlen durch den Saal. Schrieb ich schon Gänsehaut?
Wie immer Vollgas und auffe Zwölf, Schweißperlen fliegen durch den Raum und Band wie Publikum geben alles. Kleiner Kontrast zum gestrigen Gig in Bonn: Heute ist etwas mehr Platz zum ausgiebigen Tanzen vor der Bühne - ansonsten feiern und jubeln die Zuschauer aber wie sich das gehört. Auch noch nach dem "regulären" Set, und so wird die Band wiederholt auf die Bühne zurück geholt.
Ganze 3 Zugaben müssen Pascow gewären, die sich die Zuschauer natürlich redlich verdient haben...da müssen selbst Pascow etwas grübeln, als sie drüber nachdenken, wann das zuletzt geschah. Allerdings bekomm ich den Schluss eh nur von ganz hinten mit. Hier vorne wird der Abschied nochmal voller Euphorie in kuschelig-schwüler (hahaha) Atmosphäre zelebriert.
Jau, geil war's. Nach dem Konzert wird noch ein wenig gefeiert, wobei sich das Treibsand recht schnell leert und auch die Saufkumpanen von Mr. Burns bald den Heimweg antreten - gut für Pascow, so kommts wenigstens nicht zum Totalabsturz. Irgendwann treten wir dann die Fahrt zur Unterkunft an, brechen beinahe ins falsche Hotel ein (oh, das durfte ich ja gar nicht schreiben) und finden irgendwann den geruhsamen Schlaf. Am nächsten Tag geht die Tour weiter, Braunschweig steht auf dem Plan!

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Thruntilldeath
(Thruntilldeath)
06.10.2011 00:24
Aber es wurde NICHT "Poison Au Coeur Mademoiselle" gespielt. Schimpf und Schande über die Band.
Viel verrückter: Die Jule war voll klein. Und auf der Bühne voll groß. Wie geht sowas?

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