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Tony Gorilla, Barroom Heroes, 08.10.2011 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von Fö

Tony Gorilla, 08.10.2011 in Schwerte

Schon lange nicht mehr im Rattenloch gewesen. Naja, Sommerpause halt. Jetzt sind aber wieder jede Menge geiler Konzerte angesetzt. Heute mal von Tony Gorilla. Dortmunder Band. Zu Unrecht eher unbekannt, gehören sie doch zu den besten Bands hier, meiner bescheidenen Meinung nach. Vorher noch zu Beni und mit Guitar Hero, Bier und Wasser die Zeit vertreiben...
...so sehr vertreiben, dass wir die erste Band verpassen. Hm. Brute'n'Bottled hießen die, mir kein Begriff. Sollen gut gewesen sein, können wir nicht verifizieren. Dafür startet auch bald die nächste Truppe: BARROOM HEROES aus Emden, Massachusetts, wie sie sich selbst ankündigen. Bisschen Selbstironie, wa? Cool!
Damit fällts auch leicht, die ersten Vergleiche zu ziehen. Die Bostoner Streetpunkszene scheint hier wohl Pate gestanden zu haben. Street Dogs, Far From Finished oder auch Dropkick Murphys ohne Folk-Gedöns, so ungefähr die Ecke. Mit anderen Worten: Man ist weit davon entfernt, das Rad auch nur ansatzweise neu zu erfinden. Der Auftritt wird dann aber doch besser als ich Pessimist bei den ersten 1-2 Songs vermutet hätte.
Kommt nämlich alles ganz souverän rüber. Der Band merkt man an dass sie nicht zum ersten Mal auf ner Bühne stehen, die Songs kommen knackig und die Ansagen spontan. Und, Sympathiepunkt: Der Sänger trägt ein Blacklist-Royals-Shirt. Sympathiepunkt 2: Mit "Follow Your Leader" wird auch ein Lied gegen Nazis gespielt. Brav.
Publikum. Heute überwiegt ein wenig die Drunk-Punk-Fraktion. Immer wieder lustig, inklusive fetter Pogo-Action und Huckepack-Rundlauf. Dadurch ist wenigstens was los im Schwimmbecken vor der Bühne. Achja, Spruch vom Bassisten: "Bitte nicht vom Beckenrand springen". Entschuldigt sich dann aber, als er selbst merkt, dass den vermutlich schon diverse andere Bands zuvor gebracht haben.
Ansonsten guter Auftritt, inklusive Leih-Gitarristen, der sich die Songs ganz gut reingeprügelt hat. Ein vernichtender Kritikpunkt zuletzt: Der Bassist hat ne bessere Streetpunk-Stimme als der Sänger. Hähä. Nee, ging echt klar der Auftritt. Am Ende wurds mal wieder etwas eintönig, aber so ist das halt wenn man die Lieder nicht kennt...
Anschließend: TONY GORILLA! Yeah! Die haben ja kürzlich ihre neue Platte "Season of the Wolves" via Horrorbiz unters Volk gebracht - etwas überraschend, wenn man bedenkt, dass die Band dank Auslands-Aufenthalt von Sänger Chris nicht wirklich viel aktiv ist.
Egal, das Album isn Knaller. Und deswegen beginnt der Auftritt auch direkt mit dem Opener "Killing Time". Ein, äh, Killer. Hähä. Auch sonst viele Stücke von der neuen Platte, was mich freut. "Rats get fat" wird dem Rattenloch gewidmet mit der Bemerkung, doch brav seinen Freunden von dieser Location zu erzählen. Löblich!
Achja, wer Tony Gorilla nicht kennt: Es ist grob gesagt Punkrock, aber mit jeder Menge Einflüsse aus dem härteren Bereich - sei es Hardcore, Metal oder auch Horror-Punk. Letteres vor Allem durch Chris' charakteristischen Gesang, der ein wenig Danzig-like über dem druckvollen Sound der Band schwebt.
Schön fürs Publikum: Es gibt jede Menge Whohoho-Parts, was die Gelegenheit zum ausgiebigen Mitschreien bietet. Nach ein paar Liedern ist das Eis dann auch endgültig gebrochen und die Zuschauer singen artig mit. Die meisten davon vermutlich, ohne überhaupt die Texte zu kennen. Respekt.
Bin (mal wieder) überrascht, wie geil die Band doch ist. Und was für eine ungeheure Präsenz sie auf der Bühne haben. Tony Gorilla haben definitiv das Potential dazu, noch deutlich bekannter zu werden - wenn sie denn wollen. Durchaus stimmig das alles, und die Lieder zünden wie Sau.
Etwas schade, dass die Besucherzahlen mal wieder etwas zu Wünschen übrig lassen. Geschätzte 40 Leute haben den Weg ins Rattenloch gefunden. Naja, ist auch in Ordnung, so lange alle ihren Spaß haben, und das haben sie - soweit ich das beurteilen kann.
Voll der witzige Gag: Irgendwann fliegt ein Zylinder auf die Bühne, was der Band die Gelegenheit gibt, mit Gastgitarrist Slash nen Song zu spielen. Kiki bemängelt später, dass sie nix von Guns'n'Roses gecovert haben. Hähä. Noch besser der andere Gitarrist, dem bei einem Song gleich 3 Saiten auf einmal reißen. DAS muss man auch erstmal können!
Jau, geiler Auftritt - für meinen Geschmack nur etwas zu kurz. Dabei gab es sogar ne Zugabe, obwohl Chris meine Abneigung gegenüber dieser Rock'n'Roll-Tradition teilt: "Da gibt man als Band 90%, um am Ende nochmal 10% zu geben - wir geben lieber von Anfang an 110%". Ja, kann man so stehen lassen. Guter Auftritt. Anschließend noch nen Absacker bei Kiki, und ab nach Hause. Tschö.

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der

15.10.2011 21:24
wichtig!Achtet auf eure T-Shirts!
kiki

15.10.2011 22:19
Genau!

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