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Kaput Krauts, Kosslowski, 14.12.2012 in Düsseldorf, Linkes Zentrum - Bericht von Fö

Kaput Krauts, 14.12.2012 in Düsseldorf

Punk ist auf dem Kopf und auf der Straße! Am heutigen Tage stehen mal wieder diverseste Konzerte an - darunter aber immerhin auch eins, an dem kein Weg vorbei führt: Kaput Krauts und Kosslowski in Düsseldorf! Yeah yeah yeah! Obwohl gerade erstere in den letzten Monaten so einige Bühne abgeklappert haben, ward es mir aufgrund verschiedenster Verpflichtungen nie gegönnt, dort mal vorbei zu schneien. Also: Termin sooo dick im Kalender ankreuzen, dass dort einfach kein Platz mehr für wat anderes bleibt. Klappt. Geil.
Aber erstmal hinkommen. Düsseldorf und ich, das steht in letzter Zeit unter nem schlechten Stern. Heute müssen wir dann auch noch den kurz-vor-knapp-Zug nehmen, da Schlossi vorher arbeiten ist. Außerdem ergänzt die heitere Reisetruppe: Kiki, der mich mit einem "das können wir vergessen heute" begrüßt und mit der Information, der angepeilte kurz-vor-knapp-Zug habe 40 Minuten Verspätung. Aber keine Bange, wir erwischen noch nen anderen Zug, und der fährt auch noch über unser aller Lieblingsstadt Wuppertal! Partey Partey!
Beginn im Linken Zentrum: wie gewohnt pünktlich. Unsere Ankunft: zu spät. Von KOSSLOWSKI können wir noch die letzten 2 Lieder erhaschen, was höchstens mal ausreicht, um etwas warm zu werden. Aber dann wird auch schon das letzte Lied angekündigt. Verdammt! Dafür steht aber Schoko standhaft in der ersten Reihe, Kamera im Anschlag, und versorgt mich später unter anderem mit diesem Foto. Danke dafür!
Jau. Wat Neues im Hause Kosslowski: sie haben nen Drummer engagiert, wodurch Daniel ganz Headset-frei an die Front wechseln kann, seine Meilen vor der Bühne abläuft und sich Wasser-Bier-Spritz-Battles mit dem Publikum liefert. Bringt etwas mehr Bewegung in die Sache - also, so relativ. Färbt nämlich nur bedingt auf die Zuschauer ab. Irgendwie machen die alle den Eindruck, als wären sie erst vor 10 Sekunden hier rein marschiert und müssten sich erstmal sammeln. Naja, stehen wir immerhin nicht alleine da.
Viel mehr kann ich zum Auftritt aus gegebenen Gründen nicht sagen und verzichte an dieser Stelle auch auf die übliche Klassifizierung der musikalischen Qualitäten dieser (so viel sei immerhin angemerkt) absolut empfehlenswerten Band. Mittlerweile gibt's ihr Album auch im kompletten Bandcamp-Stream, also hört gefälligst rein, lasst euch wegblasen und hofft auf Liveauftritte, bei denen man mehr als 2 Lieder mitbekommt.
Schoko macht Firlefanz mit seiner Kamera.
Nu aber! KAPUT KRAUTS! Absolut unterbewertete Band. Textlich kann da hierzulande wohl kaum ne Band mithalten - soviel Wahrheit, Wortwitz und Direktheit kriegen andere Poeten in ihrem ganzen Leben nicht hin, und auch musikalisch ist man einige Stufen über dem Standard-D-Punk-Brei. Echt mal. Musste ja mal gesagt werden. Auch wenn ich genug Leute kenne, die mit der Band nix anfangen können. Mir doch egal.
Konzert: geil. Bloß: Sound könnte besser sein. Latte. Erste Punkrockfinger und Extremitätengewimmel beim zweiten Song "Dude, what the fuck" - so nen Hit direkt am Anfang verbraten, das muss man sich auch erstmal trauen!
Auch bei den Stücken der neuen Platte "Straße Kreuzung Hochhaus Antenne" wird im Publikum fleißig mitgesungen - beachtlich. Motorisch gibt man sich trotzdem insgesamt eher zurückhaltend, bis auf gelegentliche Ausraster. Vielleicht wegen der frühen Stunde? (Konzerte hier im Hinterhof beginnen, falls noch nicht erwähnt, früh, und enden ebenso früh)
Hier, Bewegung. Ganz viel großartige Musik! Die Würfelspiele des Herrn Zebaoth, Gemütlichkeitspunk's not dead, Elfmeterschießen, Kreislaufbeschwerden und natürlich der unvermeidliche Publikumsliebling "Auto". Neue Stücke: auch ein paar, aber die sitzen bei mir noch nicht so. Mist.
Fossi gehört übrigens zu diesen ominösen Leuten, die ihren Schlüsselbund vorne an der Gürtelschlaufe tragen. Ein merkwürdiger Trend. Man muss ja nicht alles verstehen. Aber solange es modische Accessoires gibt, die noch blöder aussehen (Krawatten oder so), will ich mich mal nicht groß beschweren.
Bestes Lied: "Mindestens haltbar bis...". Aber, hoppla, ich mag ja keine Superlative. Eigentlich haben die Krauts so einige beste Lieder. Lieder, die mir noch auf der gesamten Rückfahrt im Kopf hängen und die mich in Versuchung führen, den kompletten restlichen Bericht mit Songzitaten zu füllen. Aber ich glaube, zuviel Zitieren ist kein anerkannter Journalismus.
Fossi sinniert über Buchungspolitik der Erwin Youth (heutiger Veranstalter, ihr Unwissenden) und kommt zu dem Schluss, dass sie immer entweder mit Kobayashi oder Kosslowski zusammen spielen. Aha. Nennt man das die K-Frage?
Endlich mal wieder ein Schlagzeugerfoto! Hier gar nicht so einfach, ist die Bühne hier doch spitzwinklig geformt und das Schlagzeug sitzt irgendwo weit hinten. Schoko wagt trotzdem den Druck auf den Kameraknopf. Glückwunsch. Dieser junge Herr stand übrigens aktuellen Recherchen zufolge schonmal mit Betrunken im Klappstuhl auf der Bühne. Blauzone lässt grüßen!
Noch wat: Och, nä. Tolles Konzert. Etwas zurückhaltendes Publikum. Dafür kommt die Zugabe "Nachwuchsmisanthropeneldorado" umso knalliger. Stellt mich aber nicht zufrieden, irgendwie war das alles doch viel zu kurz. Anschließend neongrüne Getränke und Afrobeats, bevor wir uns irgendwann mit nur einem Messer im Rücken auf den Heimweg machen. Ich sollte die Kaput Krauts echt öfter sehen. Nett, dass sie direkt mal wieder ein halbes Jahr Pause angekündigt haben. Man ey.

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EY!

15.12.2012 23:12
... das mit der K-Frage, das hat der Fossi ganz richtig erkannt!
Gerdistan
(Gerdistan)
16.12.2012 09:30
Daniel, Daniel, Gurkensalat
egon oldness

16.12.2012 13:08
ist das nicht die combo, bei der der trommler die texte schreibt? voll betrug am publikum, ey

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